Wladimir Putin hat heute höchste Alarmbereitschaft unter den Sicherheitskräften im Bereich der künftigen Olympiastadt Sotschi ausgelöst. Damit reagierte Russlands Präsident auf den Selbstmordanschlag, dem kurz zuvor im Nordkaukasus mindestens vier Polizisten und später sechs Terroristen zum Opfer fielen.

Nach der Detonation der 120-Kilo-Bombe in der Teilrepublik Dagestan lieferten sich laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax eine Anti-Terror-Einheit und Terroristen einen mehrstündigen Schusswechsel. Die Sicherheitskräfte fanden anschließend ein großes Waffenlager.

Putin, der sich Stunden später mit Vertretern des Inlands-Geheimdienstes traf, um auch über die Sicherheit der Winterspiele 2014 zu beraten, bekräftigte: "Das Wichtigste ist jetzt der Schutz der Menschenleben. Der Schutz vor Terroristen muss verstärkt werden, bevor internationale Events in unserem Land stattfinden."

Putin war nicht nur entscheidend an der Vergabe der Winterspiele an Sotschi beteiligt. Er hatte sich auch stark dafür eingesetzt, dass 2014 auf dem Olympiagelände das erste Formel-1-Rennen ausgetragen wird und 2018 Spiele der Fußball-WM dort stattfinden. Außerdem will Putin im nächsten Jahr nach Winter-Olympia den G8-Gipfel der wichtigsten Industrie-Nationen der Welt in Sotschi veranstalten.

Im Mai 2012 waren im Nordkaukasus 49 tschetschenische Rebellen getötet und ganze Waffenlager radikalislamistischer Gruppen ausgeräumt worden. Dabei waren Flugabwehrraketen gefunden worden. Danach wurden die Sicherheitsvorkehrungen für Olympia weiter verstärkt. Sie sind mit 1,5 Milliarden Euro inzwischen teurer als bei den Sommerspielen 2012 in London (1,2 Mrd.). Putin schickte 30..000 Soldaten in die Krisenregion, in der 2011 über 100 Sicherheitskräfte starben.

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