Die Datenklau-Affäre zwischen den Organisationskomitees der Olympischen Sommerspiele 2012 und 2016 ist für Sebastian Coe ausgestanden.

"Es ist nichts mehr, dem wir große Aufmerksamkeit schenken und als sehr relevant einschätzen müssen", erklärte der "Macher" der Spiele von London bei seiner Stippvisite in Rio de Janeiro.

Neun Mitarbeiter des OKs von Rio 2016 waren im September entlassen worden, weil sie angeblich ohne Erlaubnis der Londoner Olympia-Organisatoren interne Daten kopiert hatten, als sie während der Sommerspiele in der britischen Hauptstadt die Ausrichtung des Events als Beobachter vor Ort begleiteten.

Coe hält sich zum sogenannten Debriefing, einem Erfahrungsaustausch zwischen dem jüngsten und den kommenden Olympia-Gastgebern, in Rio auf.

"Es gab niemals zuvor in der Geschichte der Spiele Organisations-Komitees, die so eng zusammenarbeiten", bekannte Coe, der Carlos Arthur Nuzman, OK-Chef in Rio, als "großen Freund" bezeichnete.

Nuzman hatte in der Datenklau-Affäre daheim dagegen heftige Kritik einstecken müssen, weil er statt Führungskräften den unterrangigen Funktionären die Alleinschuld gegeben hatte.

Weiterlesen