Die ganze Schweiz würde von Olympischen Winterspielen wirtschaftlich profitieren. Das ist das Fazit einer Studie, von der sich die Kandidatur "Graubünden 2022" Schubkraft erhofft.

Ob das insgesamt wohl vier Millionen Franken (3,3 Mio. Euro) teure Projekt in St. Moritz und Davos allerdings überhaupt gestartet wird, muss sich im März bei einer Volksbefragung zeigen.

Am 10. November 2013 will München ein Bürgervotum starten, um zu klären, ob nach der gescheiterten Bewerbung für 2018 ein neuer Anlauf unternommen werden soll.

Die Schweizer Studie kommt zu dem Schluss, im Zeitraum 2015 bis 2022 würden die Winterspiele eine Bruttowertschöpfung auslösen, die für Graubünden auf 1,47 bis 1,8 Milliarden Franken beziffert wird.

Für die gesamte Schweiz wären dies an Bruttowertschöpfung 3,84 bis 4,11 Milliarden. Auch hinsichtlich der Arbeitsplätze wird regional und landesweit ein spürbarer Anstieg prognostiziert.

Das Potenzial für Graubündens Hotellerie wird auf 520 000 bis 975 000 zusätzliche Logiernächte geschätzt, für die gesamte Schweiz auf 1 bis 1,5 Millionen.

Hinzu kommt, dass die ausgelösten wirtschaftlichen Aktivitäten und Investitionen in Bauten und Verkehrsinfrastruktur zu Steuereinnahmen führen würden. Die vom Bund erbetene Defizitgarantie beläuft sich nach aktuellem Stand auf eine Milliarde Franken.

Zusätzlich gelten bei einem Projektbudget von rund 4 Milliarden momentan weitere 300 Millionen Franken als noch ungedeckt.

Neben St. Moritz und Davos gelten das ukrainische Lwiw sowie Oslo (Norwegen) und Barcelona/Pyrenäen (Spanien) als mögliche Kandidaten. Bewerbungen müssen bis zum 14. November 2013 offiziell vorliegen. Vergeben werden die Spiele im Juli 2015.

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