Tokios Gouverneur Shintaro Ishihara befürchtet durch den Konflikt zwischen Japan und China um die Senkaku-Inseln keine negativen Auswirkungen auf die Bewerbung Tokios um die Olympischen Spiele 2020.

"Ich mache mir deswegen keine großen Sorgen", sagte der Politiker rund ein Jahr vor der Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).

Ishihara reagierte damit unter anderem auf Aussagen eines früheren japanischen NOK-Funktionärs.

"Wenn Japan sich nicht mit China einigt, wird es Schwierigkeiten geben, weil China im IOC seinen ganzen Einfluss auf andere asiatische und afrikanische Länder nutzen wird", sagte Isao Ito der französischen Nachrichtenagentur "AFP".

Tokio ist für 2020 einer von drei Kandidaten. Neben der japanischen Metropole, die bei der Vergabe der Sommerspiele 2016 an Rio de Janeiro gescheitert war, bewerben sich auch Madrid und Istanbul um den Zuschlag.

Der japanisch-chinesische Konflikt um die unbewohnte Inselgruppe, die Japan verwaltet und ebenso als Hoheitsgebiet beansprucht wie China, hatte zuletzt auch die Sport-Beziehungen beider Länder erreicht.

Japanische Athleten waren Tischtennis-, Rad-, Rugby- und Eishockey-Wettbewerben in China ferngeblieben, Chinas Sportführung hatte ihre Aktiven von Badminton- und Bogenschützen-Wettbewerben in Japan angezogen.

Tokios Olympia-Bewerbungskomitee verhält sich in der politischen Auseinandersetzung bislang neutral und verweist auf die Eigenständigkeit des Sports.

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