Das Rennen um die Austragung der Olympischen Spiele 2020 geht mit drei Kandidaten in die heiße Phase: Madrid, Istanbul und Tokio heißen die offiziellen Bewerberstädte, Baku (Aserbaidschan) und Doha (Katar) haben es dagegen nicht in die Endrunde geschafft.

Das entschied das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Mittwoch im kanadischen Quebec. Die endgültige Vergabe erfolgt am 7. September 2013 bei der 125. IOC-Vollversammlung in Buenos Aires.

"Es ist eine große Ehre für Tokio, ausgewählt zu sein", sagte Tsunekazu Takeda aus dem japanischen Komitee: "Die Austragung der Spiele würde als Symbol für Japans Erholung von der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe im vergangen Jahr stehen."

Für die Türkei sei es "ein historischer Moment", sagte Hasan Arat, Mitglied des türkischen Bewerbungsteams: "Dieses Mal ist Istanbul bereit."

Für die türkische Hauptstadt ist es bereits der fünfte Versuch, das größte Sportevent der Welt auszutragen. Schon für die Spiele 2000, 2004, 2008 und 2012 hatte sich Istanbul beworben. Allerdings will die Stadt auch die Fußball-EM 2020 austragen, das IOC verbietet jedoch die Ausrichtung von zwei großen Sportevents in einem Jahr in der selben Stadt.

Madrid und Tokio standen bereits im Wettstreit um die Spiele 2016 in der Endauswahl, mussten sich als Zweiter und Dritter allerdings der Berwerbung Rio de Janeiros (Brasilien) geschlagen geben.

Baku, das in den vergangenen zehn Jahren mehr als eine Milliarde Dollar in den Bau von Sportstätten investierte, bewarb sich zum zweiten Mal in Folge, schaffte es aber erneut nicht in die engere Auswahl. Katar steht bereits als Ausrichter der Fußball-WM 2022 fest. Italiens Hauptstadt Rom hatte seine Bewerbung angesichts der Wirtschaftskrise des Landes bereits im Februar zurückgezogen.

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