Nach der Vereitlung eines gegen Olympia geplanten Anschlags in Sotschi hat Wladimir Putin am Freitag Korruption und verzögerte Bauarbeiten an den Anlagen für die Winterspiele 2014 scharf kritisiert.

Der russische Staatspräsident appellierte bei der Inspektion der Baufirmen an deren Führungskräfte, sie seien verantwortlich für Korruption und die verzögerte Fertigstellung der Bauten.

"Ich bin mir bewusst, dass einiger Auftraggeber und Zulieferer die Kosten in die Höhe treiben. Das ist inakzeptabel", meinte der Kreml-Chef, der maßgeblich dazu beigetragen hatte, dass der Schwarzmeerort die Spiele 2007 erhielt.

Dass das Budget von 6,5 Milliarden Dollar (5 Mrd. Euro) erhöht werden muss, ist bisher kein Thema. Rund die Hälfte der Mittel kommt von privaten Investoren.

Am Vortag war es russischen Sicherheitskräften gelungen, einen für die Zeit vor oder während der Winterspiele geplanten Anschlag von Islamisten zu vereiteln.

Nach Angaben des Nationalen Anti-Terror-Komitees NAC haben Spezialtruppen bei einer Razzia in der zu Georgien gehörenden Kaukasus-Republik Abchasian Mörserbomben und bewegliche Boden-Luft-Raketen sichergestellt.

Laut NAC wollten damit islamistische Aufständische Anschläge vor oder während der Winterspiele verüben. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) betonte, es sei zuversichtlich, dass Russland sichere Spiele durchführen werde.

Weiterlesen