Russischen Sicherheitskräften ist es offenbar gelungen, einen für die Zeit vor oder während der Winterspiele 2014 in Sotschi geplanten Anschlag von Islamisten zu vereiteln.

Wie das Nationale Anti-Terror-Komitee NAC am Donnerstag in Moskau bekannt gab, haben Spezialtruppen bei einer Razzia am 4. und 5. Mai in der zu Georgien gehörenden Kaukasus-Republik Abchasian unter anderem Mörserbomben und bewegliche Boden-Luft-Raketen sichergestellt.

Hinter dem geplanten Attentat stehe nach offiziellen Angaben die "Kaukasischen Emirate", eine Gruppe islamistischer Aufständler in der nordkaukasischen Region. In den USA wird diese Gruppierung als Terror-Gruppe gelistet.

"Russlands Sicherheitskräften ist der Nachweis gelungen, dass die Kämpfer geplant haben, in den kommenden beiden Jahren Waffen nach Sotschi zu bringen, um dort vor oder während der Olympischen Spiele terroristische Anschläge zu verüben", heißt es in der offiziellen Mitteilung des NAC.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat stets betont, es sei zuversichtlich, dass Russland sichere Spiele durchführen werde, trotz der Nähe Sotschis zum Nordkaukasus, von wo fast täglich gewalttätige Aktionen gemeldet werden.

Russland hatte im Jahr 2008 eine mehrmonatige kriegerische Auseinandersetzung mit den Abchasen geführt. Abchasien liegt wie Olympia-Gastgeber Sotschi am Schwarzen Meer.

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