Jacques Rogge hat der Türkei ein Ultimatum gestellt.

Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) erklärte in einem Interview mit der französischen Nachrichtenagentur "AFP", das Land müsse seine Bewerbung um die Fußball-EM 2020 zurückziehen, wenn sich Istanbul um die Olympischen Sommerspiele im gleichen Jahr bewerben wolle:

"Die IOC-Regeln gestatten nicht, dass ein Olympiabewerber im gleichen Jahr auch Gastgeber eines weiteren großen Sportereignisses ist."

Laut Rogge wurde deshalb die Bewerbung der Türkei um die EM mit Erstaunen registriert.

Spätestens bei der Vergabe der Spiele im September kommenden Jahres bei der 125. IOC-Session in Buenos Aires sei eine Entscheidung des türkischen Sports beziehungsweise der Regierung für eine Bewerbung notwendig. Die EM wird voraussichtlich 2014 vergeben.

Laut Rogge schmälert die parallele Bewerbung der Türkei um die Fußball-EM nicht ihre Chance in der Vorauswahl der Olympia-Kandidaten am 23. Mai dieses Jahres im kanadischen Quebec.

Dort hoffen auch Tokio, Madrid, Doha/Katar und Baku/Aserbaidschan auf die Ernennung zu Kandidaten-Städten.

Die Türkei, bei der Vergabe der EM 2016 an Frankreich gescheitert, hatte sich Mitte April als erstes Land offiziell um die Endrunde 2020 beworben. UEFA-Präsident Michel Platini hatte damals erklärt, das einzige Problem sei, dass sich Istanbul für Olympia 2020 bewerbe. Das könnte vielleicht zu viel werden.

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