Rolle rückwärts nach dem Aufschrei der Mütter: Babies dürfen bei Olympia in London in Begleitung von erwachsenen Karteninhabern nun kostenfrei in die Arenen.

Mit dieser Entscheidung reagierte das Organisationskomitee LOCOG auf einen Proteststurm von Eltern, die seit Monaten Druck gegen eine konträre Lösung gemacht hatten.

Eine Mutter hatte in einem Blogger-Netzwerk getobt und den Verkauf zum "größten Beschiss in der Geschichte Londons" erklärt.

"Lächerlich", "saudumm" lauteten Kritiken von Müttern angesichts der Tatsache, dass Kleinstkinder aufgrund ihrer niedrigen Wahrnehmung das Geschehen garnicht wirklich verfolgen können.

Das LOCOG hatte erst einen seltsamen Kompromiss in Form von Tickets für ein Pfund (1,20 Euro) für Kinder unter einem Jahr angeboten. Doch diese waren limitiert und schnell ausverkauft.

Die junge Mutter Rosalind Ereira hatte in ihrem Ärger Kontakt aufgenommen mit der Kommission für Gleichberechtigung und Menschenrechte. Dort erhielt sie die Auskunft, es handele sich offenbar um einen Fall von Diskriminierung, auch wenn die Verkaufspraxis wohl nicht gegen Gesetze verstoße.

Die Regelung würde Frauen mehr betreffen als Männer, da sie größere Verantwortung trügen.

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