Schon eine Stunde nach seinem Amtseid hat Wladimir Putin am Montag im Kreml IOC-Chef Jacques Rogge empfangen und danach in seiner dritten Amtsperiode als russischer Staatspräsident den ersten Sieg gefeiert - als Eishockeyspieler einer russischen Amateurliga-Auswahl.

Dabei erzielte der 59-Jährige zwei Tore zum 6:5-Sieg im Penalty, beklatscht von Deutschlands Altkanzler Gerhard Schröder und Italiens Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi.

"Unabhängig von unseren internen politischen Ereignissen möchte ich Ihnen versichern, dass die Präsidentschafts-Strukturen, ich persönlich und die Regierung der Russischen Föderation vorrangige Aufmerksamkeit und größten Wert auf die Vorbereitungen für die Sotschi-Spiele legen," sagte Putin im Gespräch mit dem Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).

Rogge betonte im Gegenzug den Stellenwert Russlands hinsichtlich der Großveranstaltungen in den kommenden Jahren:

"2018 wird bei Ihnen die Fußball-WM stattfinden, 2013 in Kasan die Universiade, es wird Formel-1-Rennen sowie Weltmeisterschaften in der Leichtathletik und im Schwimmen in Ihrem Land geben. Mit anderen Worten erwartet Sie eine großartige Zukunft des Weltsports in Russland."

Putin, der auch Frankreichs dreifachen Alpin-Olympiasieger Jean-Claude Killy und den Eishockey-Weltverbands-Präsidenten Rene Fasel (Schweiz) empfing, hatte im Eishockeyspiel gegen eine Auswahl früherer Legenden unter anderem den zweimaligen Olympiasieger Wjatscheslaw Fetisow zum Gegner.

Dieser war Sportminister, als Sotschi 2007 den Zuschlag für Olympia erhielt. Putin, der im Match die Nummer 11 trug, gab den Mitspielern anschließend Autogramme.

Russlands Präsident, der die Winterspiele 2014 selbst eröffnen will, demonstriert gern seine Nähe zum Sport, den er früher vor allem als Judoka (Schwarzgurt) betrieb. Öffentlich zeigte er sich in der Vergangenheit auch als Reiter, Schwimmer und Skifahrer.

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