Die deutschen Ringer haben beim letzten Qualifikationsturnier in Helsinki weitere Startplätze für die Olympischen Spiele in London (27. Juli bis 12. August) verpasst und sind mit insgesamt vier Startern hinter den Erwartungen des Deutschen Ringer-Bundes (DRB) geblieben.

Am dritten und letzten Kampftag in Finnland konnte keiner der fünf gestarteten Athleten das erhoffte Ticket für die Wettkämpfe in der britischen Hauptstadt lösen. Der DRB hatte auf mindestens sechs Starter gehofft.

Maria Selmaier (72 kg/Jena) und Schwergewichtler Nico Schmidt (120 kg/Frankfurt/Oder) hatten nach gutem Start in den Wettbewerb im Viertelfinale das Nachsehen.

Selmaier unterlag Maider Unda Gonzales aus Spanien in 0:2 Runden, Schmidt musste gegen den Aserbaidschaner Messoud Haschimzada ebenfalls eine 0:2-Rundenniederlage hinnehmen.

Die anderen drei DRB-Starter waren schon nach ihren ersten Kämpfen ausgeschieden.

"Wer bei den Olypischen Spielen auf der Matte stehen möchte, muss über sich hinauswachsen, das war in Helsinki bei meinen Athleten nicht der Fall", sagte Greco-Bundestrainer Jannis Zamanduridis.

In London werden damit Europameister Frank Stäbler (66 kg/Musberg), die EM-Dritte Alexandra Engelhardt (48 kg/Ludwigshafen) und Nick Matuhin (120 kg/Luckenwalde) an den Start gehen.

Stäbler hatte bei der WM 2011 in Istanbul den fünften Platz erreicht. Engelhardt löste ihre Fahrkarte beim ersten Qualifikationsturnier in Sofia, Matuhin gelang dies am vergangenen Wochenende im chinesischen Taiyuan.

Am Freitag hatte sich in Helsinki zudem Freistil-Spezialist Tim Schleicher sein Startrecht für London erkämpft. Dem Nürnberger hatte ein zweiter Platz hinter Wasyl Fedoryschin aus der Ukraine gereicht.

Weiterlesen