VW hat das Unternehmen "Heimsieg" bei der Rallye Deutschland bereits am vorletzten Tag abhaken müssen.

Nach WM-Spitzenreiter Sebastien Ogier musste auch der in Führung liegende Finne Jari-Matti Latvala nach einem Unfall und einem Schaden an der Aufhängung aussteigen Nach der zwölften von 16 Wertungsprüfungen führt nun der Belgier Thierry Neuville an.

Latvala war zunächst auf dem spektakulärsten Abschnitt über die sogenannte Panzerplatte auf dem Truppenübungsplatz Baumholder mit einem der "Hinkelsteine", den massiven Fahrbahnbegrenzungen der Strecke kollidiert.

"Die Straße war nass, und wir haben uns ein bisschen gedreht. Da hatten wir sehr viel Glück", hatte der VW-Pilot noch gesagt.

Bei einer Inspektion durch den Automobil-Weltverband FIA wurde der Polo R des Finnen nach Beendigung der Wertungsprüfung wegen Sicherheitsbedenken fast aus dem Rennen genommen, nach der Reparatur dann aber doch durchgewunken.

Auf der folgenden Etappe "Stein und Wein 2" erwischte es den Finnen dann doch: Bei nasser Strecke kam sein Wagen von der Straße ab und beschädigte sich die Aufhängung. Am Sonntag soll Latvala wieder starten, durch 15 Strafminuten hat er aber keine Chance mehr auf den Sieg.

Bereits am Freitag hatte Ogier auf der dritten Wertungsprüfung an der Mittelmosel einen Bremspunkt verpasst, war in einem Weinberg gelandet und hatte dabei die Aufhängung seines Autos zerstört.

Der Franzose war zwar zunächst weitergefahren, hatte seinen Polo R aber auf der folgenden Wertungsprüfung abstellen müssen und damit auch die weiteren Etappen am Freitag nicht mehr fahren können.

Für insgesamt fünf nicht beendete Prüfungen bekam Ogier 25 Minuten Strafzeit und fiel im Klassement weit zurück.

Weiterlesen