Alex Zanardi rast bis auf den fünften Platz © getty

Alex Zanardi hat am Ort des größten Erfolgs seiner zweiten Karriere eine beeindruckende Leistung als Rennfahrer gezeigt.

Der frühere Formel-1-Pilot und zweifache Paralympics-Sieger belegte in einem für seine Bedürfnisse umgebauten BMW Z4 GT3 vom 17. Startplatz aus den fünften Rang im Hauptrennen der Blancpain-GT-Sprint-Serie.

Im ersten Rennen hatte Zanardi von Startplatz sechs aus durch einen Unfall eine Safety-Car-Phase ausgelöst und am Ende Rang 17 belegt.

Die Rennen fanden in Brands Hatch in England statt, wo der beidseitig unterschenkelamputierte Italiener 2012 bei den Paralympics zwei Gold- und eine Silbermedaille mit dem Handbike gewonnen hatte.

Dabei verlief das Fahren mit den beiden Prothesen - Zanardi hatte bei einem schweren Rennunfall 2001 beide Beine verloren - offenbar alles andere als reibungslos.

"Es war einer der härtesten Kämpfe auf drei oder vier Rädern, den ich jemals geführt habe", sagte der 47-Jährige: "Mit dem Handbike konnte ich zumindest leichter atmen. Ich hab mich buchstäblich gefühlt wie in einem Kochtopf. Zu Beginn des Rennens war es noch nicht so schlimm, da ich mein Kühlgerät hatte. Nach 25 Minuten fiel es leider aus. Ab dann musste ich kämpfen."

Künftig wolle er mit einer größeren Kühltasche fahren: "Selbst wenn das Fahrzeug um fünf Kilo schwerer ist, kann ich dadurch um ein Zehntel schneller sein, weil meine Körpertemperatur nicht so hoch ist."

Normalerweise teilen sich in dieser Serie zwei Fahrer ein Cockpit. Gehandicapten Fahrern oder über 30-jährigen Piloten in der Kategorie Bronze ist es jedoch erlaubt, das Rennen allein zu bestreiten.

Weiterlesen