Jean Todt (r.) mit Formel-1-Boss Bernie Ecclestone © getty

Jean Todt ist als Präsident des Automobil-Weltverbandes FIA einstimmig wiedergewählt worden.

Der Franzose erhielt bei der Generalversammlung in Paris per Akklamation die Zustimmung für seine zweite Amtsperiode, hatte aber auch keinen Gegenkandidaten.

Der 67-Jährige, der als Ferrari-Teamchef mit Rekordweltmeister Michael Schumacher fünf Formel-1-Titel geholt hatte, ist seit 2009 FIA-Präsident.

ADAC-Sportpräsident Hermann Tomczyk wurde erneut ins FIA World Motorsport Council, das wichtigste Entscheidungsgremium des internationalen Motorsports, gewählt.

"Ich habe mich gerne für dieses Amt zur Verfügung gestellt, weil es für die Motorsport-Nation Deutschland ein gutes Signal ist, wieder im Council vertreten zu sein und damit die Leitlinien des internationalen Motorsports mitzubestimmen", sagte Tomczyk.

Er gratulierte außerdem Jean Todt: "Mit seiner zielorientierten Art wird er die FIA in den Bereichen Mobilität und Motorsport auch in den nächsten vier Jahren als Weltverband weiterentwickeln."

Todts einziger Konkurrent David Ward hatte sich im November zurückgezogen.

"Es hat sich herausgestellt, dass ich nicht in der Lage war, genügend Stimmen der regionalen Vizepräsidenten zu bekommen, um mich rechtmäßig zur Wahl stellen zu können", hatte Ward, der als Reformer angetreten war, damals geschrieben und sich einen Seitenhieb erlaubt.

"Ich möchte Jean Todt daher zu seiner zweiten Amtszeit gratulieren - konkurrenzlos, aber nicht unumstritten."

Bereits zuvor hatte Ward das Wahlverfahren der FIA als "höchst undemokratisch" bezeichnet.

Kandidaten müssen zunächst Bürgschaften der einzelnen "Clubs" einholen, Todt habe zudem bereits im Vorfeld seinen Status als Präsident genutzt, um zahlreiche Übereinkünfte mit den Verbandsvertretern zu treffen.

"Das macht es jedem Kandidaten schwer, die Anforderungen zu erfüllen", schrieb Ward.

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