Ein Sieg, ein zweiter Platz und am Ende den Titel in der GP3 nur um ganze zwei Punkte verpasst:

Für Daniel Abt endete der Saisonabschluss der GP3 in Monza erfolgreich und enttäuschend zu gleich. Der Sohn von DTM-Teamchef Hans-Jürgen Abt kämpfte unmittelbar nach dem Rennen mit den Tränen.

"Wenn man so nah dran ist, dann will man natürlich auch unbedingt gewinnen", sagte Abt junior angesichts der knappen Niederlage (149,5:151,5 Punkte) im Titelkampf gegen den Neuseeländer Mitch Evans.

Der 19 Jahre alte Kemptener hatte sich nach seinem Sieg am Samstag im Sonntagsrennen in eindrucksvoller Weise von Startplatz acht wieder an die Spitze vorgekämpft, führte bis zur vorletzten Runde und war damit virtuell Meister, ehe er sich ganz am Ende doch dem Zyprioten Tio Ellinas geschlagen geben musste:

"Meine Reifen waren am Ende. Er war sehr schnell, beim ersten Mal, als er mich überholt hat, konnte ich noch kontern. Aber dann ging halt nichts mehr", sagte Lotus-Pilot Abt:

"Aber ich musste es ja einfach versuchen, von Anfang an attackieren."

Vater Abt war der Erste, der zum Trösten und Aufbauen kam: "Natürlich ist da im ersten Moment Enttäuschung, aber Daniel hat überhaupt keinen Grund, traurig zu sein. Er hat einen ganz tollen Job gemacht, das ganze Jahr über und speziell hier. Und ich bin sicher, mit einem kleinen bisschen Abstand wird er das bald auch so sehen."

In der nächsten Saison wird Daniel Abt, in diesem Jahr mit Abstand bester Neuling in einer der wichtigsten Nachwuchsserien im Motorsport, sehr wahrscheinlich im Lotus-Team bleiben.

Ob noch ein Jahr in der GP3 oder bereits in der nächsthöheren Klasse, der GP2, bleibt abzuwarten. "Ich werde gegen Ende des Jahres wohl einen Test in der GP2 fahren, danach wird wohl eine Entscheidung fallen", sagte Abt.

Weiterlesen