WM-Spitzenreiter Marc Marquez hat seinen dritten Strafpunkt in der laufenden Motorrad-Saison kassiert.

Der Spanier wurde für seine Kollision mit Teamkollege Dani Pedrosa beim Großen Preis von Aragon belangt, hatte mit dem Urteil aber noch Glück.

Bei einer härteren Bestrafung hätte Marquez beim kommenden Rennen in Malaysia vom letzten Platz starten müssen.

Marquez hatte mit seinem linken Arm das Hinterrad seines Landsmannes berührt, dabei riss das Kabel für die Traktionskontrolle.

Pedrosa stürzte an seinem 28. Geburtstag und erlitt Prellungen an der Hüfte, der WM-Dritte hat nun kaum noch Aussichten auf den Titelgewinn.

Weltmeister Jorge Lorenzo (Yamaha) reagierte mit beißender Ironie auf die Entscheidung. "Die Aktion in Jerez war eine tolle Show, auch die in Silverstone und in Laguna, als er Valentino (Rossi, d. Red.) neben der Strecke überholt hat", sagte Marquez' spanischer Landsmann.

Und weiter: "So etwas sollte gefördert werden, als gutes Beispiel für die jungen Fahrer. Es gibt zu viele Strafen. Er hätte einen Zusatzpunkt in der WM bekommen sollen."

Honda wurden wegen einer "Mitverantwortung" die von Marquez im Motorland Aragon geholten Punkte für die Konstrukteurs-WM aberkannt.

Die ersten beiden Strafpunkte hatte der Titelkandidat in Silverstone erhalten, nachdem er während des Warm-ups die gelben Flaggen ignoriert hatte.

Hat Marquez vier Punkte, muss er im nächsten Rennen vom letzten Platz starten. Bei zehn Punkten erfolgt laut des neuen Reglements eine Rennsperre.

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