Daniel Pedrosa hatte auf seiner schnellen Runde nicht genug Power zur Verfügung © Repsol-Honda

Dani Pedrosa hat sich selbst zuzuschreiben, nur auf Startplatz vier zu stehen - Wegen eines kuriosen Missgeschicks nicht volle Motorleistung zur Verfügung

Ein ungewöhnliches Missgeschick kostete Dani Pedrosa im heutigen MotoGP-Qualifying in Mugello möglicherweise einen besseren Startplatz. Der Honda-Pilot landete mit 0,314 Sekunden Rückstand auf Teamkollege Marc Marquez auf dem dritten Rang und verpasste die erste Startreihe um 0,071 Sekunden. Doch unter normalen Bedingungen wäre wohl mindestens der dritte, wenn nicht sogar der zweite Platz möglich gewesen.

Er habe "eigentlich ein gutes Gefühl" gehabt, meint Pedrosa, "aber ich muss irgendwo die Mapping-Einstellungen berührt haben, vielleicht beim Rausfahren aus der Box. Daher war ich im Motorenmodus mit der geringsten Leistung. Mir ist das erst aufgefallen, als ich nach der letzten Runde stehen geblieben bin und das Display gesehen habe."

Aufgefallen ist ihm das zunächst nicht: "Ich habe gepusht. Du hast Grip, nicht so viel Wheelspin. Du spürst nicht, dass du Zeit verlierst, aber du gewinnst so halt keine Zeit. Erst wenn du über die Linie fährst, siehst du, dass du dich in dem Sektor nicht gesteigert hast. Wenn die Reifen durchdrehen, ist das einfacher zu spüren." Sonst hätte er die Einstellungen nämlich korrigieren können.

Am Setup hat Pedrosa dieses Wochenende nicht mehr groß getüftelt, doch vor seinem letzten Run lag er plötzlich nur an neunter Position. Marquez hatte da bereits die Pole-Position inne. "Auf meiner ersten Runde hatte ich Marc im Windschatten. Da ist er seine Bestzeit gefahren", erklärt Pedrosa den Rückstand auf seinen spanischen Landsmann.

"Es war ein gutes Qualifying", ist er trotzdem zufrieden, "und auch das vierte Training war nicht schlecht. Ich erwarte morgen in den ersten Runden ziemlich enges Racing. Ich hoffe auf einen guten Start. Meine erste Runde war in den letzten Rennen nicht immer gut. Dann werden wir sehen, wie sich das Rennen entwickelt. Aber die zweite Rennhälfte ist auf dieser Strecke immer der Schlüssel."

Als Angstgegner schätzt er in Mugello die Ducatis mit ihrem beeindruckenden Topspeed ein: "Ich bin hinter den Ducatis, die ziemlich schnell sind. In der ersten Kurve wird es gegen die schwierig. Am Nachmittag bin ich einmal mit Dovizioso gefahren. Ab dem vierten Gang konnte ich nur noch sagen: 'Ciao!'"

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