Mit Abstand bester Honda-Pilot: Marc Marquez fuhr am Vormittag Bestzeit © FGlaenzel

Beim Trainingsauftakt in Mugello gibt Marc Marquez das Tempo vor - Valentino Rossi erster Verfolger, Ducati auf den Positionen drei und vier

Auch beim Trainingsbeginn zum Grand Prix von Italien in Mugello konnte Titelverteidiger Marc Marquez seine momentane Überlegenheit ausspielen. Der Spanier sicherte sich im ersten Freien Training deutlich die Bestzeit. Für den schnellsten Umlauf benötigte Marquez am Freitagvormittag 1:48.004 Minuten und war damit etwa acht Zehntelsekunden langsamer als Dani Pedrosas Pole-Position-Zeit aus dem Vorjahr. Im Gegensatz zum Donnerstag hingen dichte Wolken am Himmel. Die Strecke blieb im 45-minütigen Training aber trocken.

Lange Zeit führte Lokalheld Valentino Rossi das Feld an. Vor den heimischen Fans ging der Yamaha-Werkspilot mit einer speziellen Lederkombi auf die Strecke. Auf dem Rücken erinnerte Rossi mit dem Spruch "#this for SIC58" an seinen verstorbenen Freund Marco Simoncelli, der im Rahmen des Mugello-Rennens postum in den Kreis der MotoGP-Legenden aufgenommen wird. Rossi beendete das erste Training mit 0,382 Sekunden Rückstand auf Platz zwei. Rossi verpasste es, seine besten Sektorbestzeiten zu einer perfekten Runde zu kombinieren. Für das Training am Nachmittag hat er also noch Reserven.

Ducati präsentierte sich beim Auftakt in Mugello in einer starken Verfassung. Durch den privaten Test vor dem Rennwochenende in Frankreich hatten die Desmosedici-Piloten einen Trainingsvorteil. Andrea Dovizioso nutzte diesen Vorteil und fuhr die drittschnellste Zeit. "Dovi" verlor weniger als eine halbe Zehntelsekunde auf Rossi. Und auch Pramac-Pilot Andrea Iannone war konkurrenzfähig. Der Italiener setzte sich mit einem Rückstand von 0,430 Sekunden auf Position vier.

Yamaha-Werkspilot Jorge Lorenzo, der das Mugello-Rennen von 2011 bis 2013 gewinnen konnte, blieb beim Trainingsauftakt blass. Mit knapp sieben Zehntelsekunden Rücktand kam der Spanier nicht über Position fünf hinaus und musste erneut eine teaminterne Niederlage verdauen. Lorenzo war nur minimal schneller als Open-Pilot Aleix Espargaro mit seiner Forward-Yamaha auf Position sechs.

LCR-Honda-Pilot Stefan Bradl verbesserte sich in letzter Minute auf Positon sieben. Knapp eine Sekunde lag der Deutsche am Freitagvormittag zurück, war aber immerhin zweitbester Honda-Pilot. Bradl verwies Ducati-Werkspilot Cal Crutchlow auf Position acht. Crutchlow konnte das Tempo von Teamkollege Dovizioso nicht mitgehen und war mehr als eine halbe Sekunde langsamer als der Italiener.

Honda-Pilot Alvaro Bautista stürzte fünf Minuten vor dem Ende des Trainings. Dadurch verpasste der Spanier die Chance, sich noch einmal zu steigern. Mit Platz neun war der Gresini-Pilot alles andere als zufrieden. Nach dem Sturz versuchte Bautista seinen Mechanikern in der Gresini-Box hektisch zu rklären, was in San Donato geschah. Markenkollege Dani Pedrosa, der im vergangenen Jahr die Pole-Position holte und im Rennen Zweiter wurde, enttäuschte am Freitagvormittag als Elfter.

Tech-3-Pilot Bradley Smith schob sich wischen die beiden Hondas. Der Brite fuhr die gleiche Zeit wie Bautista. Teamkollege Pol Espargaro fuhr zu Beginn der Session durchs Kiesbett und zerstörte später seine Yamaha M1 komplett. Am Ende der Geraden wollte der Moto2-Weltmeister wie gewohnt quer anbremsen, verlor dabei aber die Kontrolle über sein Motorrad. Beim Sturz verletzte sich der Spanier aber nicht und sprintete zur Tech-3-Box, um das Training fortzusetzen.

Forward-Pilot Colin Edwards, Ducati-Testfahrer Michele Pirro und Aspar-Pilot Hiroshi Aoyama komplettierten die Top 15. Honda-Pilot Nicky Hayden hatte große Schwierigkeiten. Der Weltmeister der Saison 2006 fuhr erst nach 30 Minuten seine erste gezeitete Runde und wurde als 23. gewertet.

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