Pol Espargaro: "Befinden uns in einer besseren Situation als in Jerez" © Tech 3

Valentino Rossi verdrängt den MotoGP-Rookie kurz vor dem Ende des zweiten Trainings in Le Mans aus den Top 10 - Muss sich Espargaro nun über das Q1 qualifizieren?

Das Rennwochenende in Frankreich begann für Pol Espargaro vielversprechend. Im ersten Freien Training fuhr der Tech-3-Yamaha-Pilot ordentliche Rundenzeiten und lag in den Top 10. Am Nachmittag wollte sich der Spanier in den Top 10 halten, um eine gute Ausgangssituation für das dritte Freie Training am Samstagvormittag zu haben. Doch Valentino Rossi kickte seinen Markenkollegen kurz vor dem Ende des zweiten Freien Trainings von Platz zehn.

"Unterm Strich war es ein guter Tag. Am Morgen hatten wir einen sehr guten Start ins Wochenende. Nach dem zweiten Freien Training muss ich festhalten, dass ich mit unserem Rhythmus sehr zufrieden bin", berichtet Espargaro, der am Freitag 45 Runden absolvierte. "Wir verwendeten in der kompletten Session den gleichen Vorderreifen und konnten unsere Rundenzeiten am Ende weiter verbessern."

"Wir probierten verschiedene Geometrien, doch das lief nicht nach Plan. Deswegen kehrten wir zu unsere Einstellung vom Morgen zurück und konnten uns weiter steigern. Das schenkt mir Zuversicht für Samstag. Ich denke, wir befinden uns in einer besseren Situation als in Jerez", bemerkt der Moto2-Weltmeister, der als WM-Zehnter nach Frankreich reiste und bisher einige Höhen und Tiefen erleben musste.

"Mein Start in der MotoGP war nicht einfach. Im Wintertest wirkte das Rennen einfacher zu fahren, aber am Renntag ist alles schwieriger. Alle Fahrer machen Fortschritte und ich liege zurück. Ich muss im Training eine gute Rennabstimmung finden. Ich muss weiterarbeiten und lernen", erklärt Espargaro selbstkritisch. Ist das Abenteuer MotoGP schwieriger als erwartet? "Es ist nicht schwieriger als erwartet", betont er. "Wenn ich die Rundenzeiten mit dem Vorjahr vergleiche, dann bin ich eigentlich näher dran. Diese Klasse ist aber hart. Mein Ziel ist es, weiterzulernen. Ich darf mich nicht verletzen, denn das wären Rückschritte. Ich glaube, wir sind auf einem guten Weg."

"Es ist schwierig, seinen Fahrstil umzustellen. Man muss sich nur Jorge und Valentino ansehen, obwohl es auch bei ihnen Unterschiede gibt. Jorge fährt unglaublich sauber. Er sieht nicht schnell aus, ist es aber. Ich kämpfe derzeit mit dem Motorrad und weiß, dass das nicht der schnellste Weg mit der Yamaha ist. Ich lerne noch und muss ruhig bleiben. In einigen Kurven bin ich gut. Dann habe ich eine gute Rundenzeit, aber in der nächsten Runde mach ich viele Fehler. Ich lerne", so Espargaro.

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