Bisher sorgten die Testzeiten von Suzuki für wenig Begeisterung © www.suzuki-racing.com

Andrea Doviziosos Manager bestätigt, dass er mit Suzuki Gespräche führt und traut dem neuen MotoGP-Projekt der Japaner einiges zu

Endende Verträge der Spitzenpiloten und das Comeback von Suzuki - die Silly Season begann in der diesjährigen MotoGP-Saison deutlich eher als in den vergangenen Jahren. Ducati-Pilot Andrea Dovizioso ist einer der begehrtesten Fahrer für die Saison 2015. Seit 2013 fährt der Italiener für Ducati und erlebte eine schwierige erste Saison. In diesem Jahr feierte "Dovi" sein erstes Podium mit Ducati. Ein Wechsel zu einem anderen Hersteller ist dennoch nicht ausgeschlossen.

Simone Battistella, Doviziosos Manager, hat bereits mit Suzuki Kontakt aufgenommen. "Wir haben Gespräche geführt, um ihre Herangehensweise und die Abläufe zu verstehen, doch das macht man mit allen anderen auch. Ich denke, Suzuki muss sich klar werden, welche Fahrer sie sich wünschen. Von unserer Seite aus wurde noch nichts mit Suzuki vereinbart. Aber auch mit Ducati wurde noch nichts vereinbart", erklärt Battistella den Kollegen von 'Motor Cycle News'.

Bei den bisherigen Tests konnte die neue MotoGP-Maschine von Suzuki nicht restlos überzeugen. Testpilot Randy de Puniet war mit der XRH-1 meist deutlich langsamer als die Konkurrenz von Honda und Yamaha. Die Fahrbarkeit der neuen Maschine stellt die Ingenieure momentan vor Probleme. Die Umstellung vom Mitsubishi-Steuergerät auf die vorgegebene ECU von Magneti Marelli verlief nicht reibungslos.

Trotz der durchwachsenen Tests macht sich Doviziosos Manager keine Sorgen um die Performance der Neuentwicklung: "Suzuki war schon immer eine interessante Option. Bevor sie sich zurückzogen, feierten sie sehr gute Ergebnisse", erinnert sich Battistella, der die 800er-Maschine aus der Saison 2011 lobt: "Ich denke, das Motorrad hätte es aufs Podium schaffen können."

"Zu diesem Zeitpunkt war Alvaro (Bautista; Anm. d. Red.) sehr jung. Mit einem Topfahrer hätten sie es einige Male aufs Podium geschafft", ist Doviziosos Manager überzeugt. Beim Comeback setzt Suzuki auf eine komplette Neuentwicklung. Die XRH-1 verwendet nur wenige Technologien der GSV-R aus der Saison 2011. Vom V-Motor-Konzept, auf das auch Honda und Ducati setzen, hat sich Suzuki verabschiedet und einen Reihenvierzylinder-Motor nach Yamaha-Vorbild entwickelt. "Mit guten Fahrern wird Suzuki im kommenden Jahr von Beginn an nah am Podium dran sein", ist Battistella überzeugt.

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