Duell der Generationen: Altmeister Valentino Rossi gegen Marc Marquez © FGlaenzel

Der Weltmeister von 1993 geht davon aus, dass Marc Marquez in den Statistiken irgendwann an Valentino Rossi vorbeiziehen wird

Mit vier Siegen in den ersten vier Saisonrennen ist Marc Marquez seiner Favoritenrolle bisher gerecht geworden. Der 21-Jährige reist mit der Maximalpunktzahl von 100 Punkten zum Rennen nach Le Mans und dürfte auch in Frankreich nur schwer zu schlagen sein. Wer kann Marquez in den kommenden Jahren überhaupt gefährden? Die MotoGP-Fans machen sich ernsthafte Sorgen um die Spannung in der Königsklasse.

Und auch Ex-Racer Kevin Schwantz erwartet eine Marquez-Ära. Der Weltmeister der Saison 1993 sieht in Marquez den legitimen Nachfolger von Valentino Rossi. "Er wird mit Rossi verglichen, bis er die Startnummer 46 übertreffen kann. Marc ist 21 Jahre alt und hat schon einen MotoGP-Titel gewonnen. Ich glaube, Valentino gewann in der Saison 2009 seinen letzten WM-Titel und war damals 30 Jahre alt. Und mit 35 Jahren fährt er noch immer", analysiert Schwantz im Gespräch mit 'Motor Cycle News'.

"Wenn man bedenkt, dass Marc sich gerade in den besten Jahren befindet, die meiner Meinung nach zwischen 20 und 30 Jahren sind, dann muss man sich fragen, welche Erfolge er in dieser Zeit erreichen wird. Warum sollte er nicht mehr als sieben MotoGP-Titel gewinnen, wie es Valentino gelang?", fragt sich Schwantz. "Marc ist ein Siegertyp, der noch dazulernt. Er glaubt, dass es nichts gibt, was er nicht kann."

Rossi gewann 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2008 und 2009 die MotoGP-Fahrerwertung. Im Vorjahr feierte der Italiener beim Rennen in Assen seinen 80. Sieg in der Königsklasse. Marquez holte bereits in seiner Debütsaison den Titel und hat bei 22 Starts schon zehn Siege in der Königsklasse geholt.

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