Dani Pedrosa hat seine Schwächen erkannt und will beim Test daran arbeiten © Repsol Media

Dani Pedrosa hat die Abstimmung seiner Honda für das Rennende optimiert, dafür sind die ersten Runden eine Schwäche - Er ist zufrieden mit Platz drei in Jerez

Honda-Werksfahrer Dani Pedrosa setzte seine Podestserie fort und kam bei seinem Heimrennen in Jerez als Dritter ins Zeil. Auch vor spanischer Kulisse musste sich Pedrosa seinem Teamkollegen Marc Marquez geschlagen geben. Lange fuhr er außerdem hinter den beiden Yamaha-Fahrern Jorge Lorenzo und Valentino Rossi her. Lorenzo konnte er überholen, aber an Rossi fand Pedrosa bis zur letzten Kurve keinen Weg vorbei.

Somit wurde Pedrosa Dritter. Es war sein vierter Podestplatz in diesem Jahr. Saisonübergreifend ist der 28-Jährige nun acht Rennen in Folge auf dem Treppchen gestanden. "Die ersten Runden waren für mich am schwierigsten. Ich versuchte stark zu sein, aber in den ersten Runden wäre mir das Vorderrad beinahe zweimal eingeklappt", berichtet Pedrosa aus Fahrersicht. "Ich konnte deshalb nicht pushen."

"Deshalb versuchte ich einen Rhythmus zu finden, denn es war ein langes Rennen für den Vorderreifen. Dann sah ich, wie Marc vorne wegzog. Ich versuchte meinen Rhythmus anzupassen und die beiden Yamahas zu überholen, aber ich konnte nicht schneller fahren." Schließlich folgte Pedrosa Lorenzo rundenlang. "Dann versuchte ich meinen Rhythmus zu halten und befand mich praktisch das gesamte Rennen hinter den Yamahas."

"Ich versuchte etwas näherzukommen, aber das Vorderrad drohte wieder einzuklappen. Am Ende lief es dann etwas besser. Fünf, sechs Runden vor dem Ende habe ich Jorge dann überholt. Ich sah Valentino vor mir und pushte. Ich kam auch an ihn heran, aber zwei Runden vor dem Ende ist das Hinterrad stark gerutscht. Dadurch habe ich den Anschluss wieder verloren. In der letzten Runde war ich wieder dran, konnte aber nicht überholen."

Platz drei ist wieder ein gutes Ergebnis, doch in dieser Saison war für Pedrosa aus eigener Kraft ein Sieg noch nicht in Reichweite. Auffällig ist, dass er im Gegensatz zu den Vorjahren in der Anfangsphase schwächer geworden ist, dafür am Ende aber meist stärker wird. "Der Hinterreifen dreht sehr stark durch. Deshalb ist die Traktion und die Kontrolle über das Motorrad nicht einfach", versucht er diesen Umstand zu erklären.

"In diesem Jahr haben wir einige Abstimmungsveränderungen vorgenommen, damit wir gegen Rennende stärker sind. Es sieht aber so aus, dass ich jetzt zu Rennbeginn zu schwach bin. Wir versuchen beim Montagstest diese Abstimmung zu verbessern." Unter dem Strich ist Pedrosa mit seinem Rennen trotzdem zufrieden. "Ich habe das Rennen am Ende genossen. Es war aber schwierig, weil sich das Vorderrad ständig bewegt hat."

"Morgen wartet ein wichtiger Test. Wir müssen etwas machen, damit wir stärker sind. Ich gratuliere Marc zu seinen vier Siegen in Folge. Wir haben keine neuen Teile und werden uns auf die Abstimmung konzentrieren. Meine Schwächen sind derzeit das Qualifying und der Rennbeginn. Daran werde ich arbeiten", kündigt Pedrosa an.

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