Dani Pedrosa hielt am Samstagvormittag seine engsten Konkurrenten in Schach © FGlaenzel

Dani Pedrosa markiert in Jerez im dritten Freien Training die Bestzeit - Stefan Bradl als Sechster sicher in Q2 - Colin Edwards überrascht mit Rang fünf

Am Samstagvormittag herrschten in Jerez (Spanien) deutlich kühlere Temperaturen als am ersten Trainingstag. Dadurch wurden erwartungsgemäß die Rundenzeiten deutlich schneller und die Entscheidung über den direkten Einzug ins Q2 fiel im dritten Freien Training. Da die Zeiten in Jerez enger beisammen lagen als zuletzt in Austin und Argentinien, gab es in den letzten zehn Minuten eine spannende Zeitenjagd um die Top 10. An der Spitze war alles klar: Honda-Werksfahrer Dani Pedrosa stellte in 1:38.769 Minuten die Bestzeit auf.

Damit war der Spanier um rund sechs Zehntelsekunden schneller als die Bestzeit vom Freitag. Jorge Lorenzo (Yamaha) hatte 0,149 Sekunden Rückstand und folgte als Zweiter. Weltmeister Marc Marquez (Honda) musste sich ausnahmsweise geschlagen geben und kam auf Rang drei. Superstar Valentino Rossi folgte an der vierten Stelle. Somit waren die vier Werksfahrer geschlossen vorne. Rossi fehlten 0,325 Sekunden auf Pedrosa.

Die große Überraschung des Trainings war Colin Edwards. Gestern gab es viele Gerüchte über einen vorzeitigen Rausschmiss. Im dritten Training zeigte der Routinier, dass er es immer noch kann, denn der Texaner katapultierte sich auf Platz fünf in die Weltspitze. Damit war Edwards auch schneller als sein Forward-Teamkollege Aleix Espargaro, der Siebter wurde. Aleix Espargaro konnte seine Freitagszeit nur minimal verbessern.

Zwischen die beiden Forward-Piloten schob sich Stefan Bradl (LCR-Honda). Der Deutsche war somit als Sechster souverän für Q2 qualifiziert. Sein Rückstand betrug eine knappe halbe Sekunde. Die Top 10 komplettierten das Tech-3-Yamaha-Duo Pol Espargaro und Bradley Smith. Von der Ducati-Fraktion schaffte es nur Andrea Dovizioso als Achter direkt ins Q2. Die Zeitabstände waren extrem gering. Hundertstelsekunden entschieden darüber, ob man es in die Top 10 schaffte oder eben nicht.

Knapp daran vorbei fuhr Ducati-Testfahrer Michele Pirro, der in Jerez mit einer Wildcard dabei ist. Auch Andrea Iannone (Pramac-Ducati) muss am Nachmittag in Q1 antreten und zählt zu den Mitfavoriten um die beiden ersten Plätze. Cal Crutchlow kam bei seinem Comeback nicht auf Topzeiten, obwohl dem Ducati-Werksfahrer nur 1,2 Sekunden auf Pedrosa fehlten, reichte es nicht für Q2.

Eine Enttäuschung war Alvaro Bautista (Gresini-Honda), der als 14. den Cut deutlich verpasste. Auch Nicky Hayden (Aspar) kam mit der Open-Honda als 17. nicht in die Nähe der Top 10. Technische Probleme gab es bei der ART von Danilo Petrucci. In der Anfangsphase des Trainings zog sein Motorrad leichte Rauchwolken nach.

Direkt für Q2 qualifiziert:

Teilnehmer in Q1:

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