Ende 2015 ist Schluss mit den schwarzen Gummis aus Japan © xpb.cc

Reifenlieferant Bridgestone hat den Vertrag mit den MotoGP-Veranstaltern bis Ende 2015 verlängert - Danach wollen sich die Japaner aber zurückziehen

Reifenlieferant Bridgestone, seit 2009 offizieller Ausrüster der MotoGP, hat sich auf eine Verlängerung des gemeinsamen Vertrages mit dem Serienpromoter Dorna verständigt. Die Japaner werden bis Ende 2015 Gummis für Rossi und Co. bereitstellen und wollen so für einen sauberen Abgang sorgen. Danach soll aber Schluss sein.

Bridgestone stieg 2002 zu Beginn der Viertakt-Ära in den Motorradsport ein. Zwei Jahre später beim Brasilien-Grand-Prix gewann erstmals ein Motorrad auf Bridgestone-Reifen. Casey Stoner holte in der Saison 2007 seinen WM-Titel auf den japanischen Pneus, was die erste Krone für den Konzern, der früher auch in der Formel 1 engagiert war, bedeutete. Nur zwölf Monate später folgte mit dem Titelgewinn des Valentino Rossi gleich der zweite Erfolg.

Shu Ishibashi, Marketing-Chef bei Bridgestone, erklärt: "Seit 2002 hat Bridgestone viel Geld in die MotoGP investiert. Während all dieser Zeit hatten wir eine gute Partnerschaft mit der Dorna und den Teams." Unternehmensboss Kyota Futami ergänzt: "Mit Bedauern werden wir uns nach einer erfolgreichen Teilnahme aus der MotoGP zurückziehen. Unsere Firma glaubt, dass es an der Zeit ist, den Ausstieg zu suchen. Über die nächsten zwei Jahre werden wir weiter Reifen liefern, um sicher zu gehen, dass wir die Weltmeisterschaft Ende 2015 am bestmöglichen Wege verlassen."

Dorna hat sich zusammen mit der FIM darauf verständigt eine Ausschreibung für neue Reifenlieferanten für die Saison 2016 und folgende Jahre zu installieren. Die Anmeldung zu dieser Ausschreibung startet am Donnerstag, dem 1. Mai. Interessenten haben bis 22. Mai Zeit sich zu melden.

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