Die Honda RC213V war in der Saison 2013 das dominante Motorrad © Repsol

Mehr Leistung, mehr Gewicht, weniger Sprit: In den vergangenen Jahren hat sich bei den Motorrädern der Königsklasse Einiges getan

Seit der Rückkehr in den Grand-Prix-Sport zählte Honda stets zu den Herstellern, die man schlagen musste, wenn man Rennen und Titel holen wollte. In den vergangenen Jahren holten Fahrer wie Mick Doohan, Alex Criville, Valentino Rossi, Nicky Hayden, Casey Stoner und Marc Marquez in der Königsklasse Siege und WM-Titel für den japanischen Motorradgiganten.

In der Saison 1995 begann die Partnerschaft mit dem Erdölkonzern Repsol. Seitdem fungiert das spanische Unternehmen als Hauptsponsor des Honda-Werksteams. In dieser Zeit haben sich die Maschinen in der Königsklasse stark weiterentwickelt. Bis zur Saison 2001 kamen die bissigen 500er-Zweitakter zum Einsatz. Mit nur 130 Kilogramm Gewicht, einer extrem spitzen Leistungsabgabe und knapp 200 PS Leistung waren die Zweitaktmaschinen die wohl puristischsten Grand-Prix-Maschinen der Geschichte. Allerdings waren die 500er alles andere als umweltfreundlich: Bis zu 32 Liter Kraftstoff genehmigte sich eine NSR500 auf eine Renndistanz.

Ab der Saison 2002 waren auch Viertakter in der Königsklasse startberechtigt. Honda entwickelte für die neue Ära einen V5-Motor, der über 200 PS stark war und dominierte mit der RC211V die MotoGP. Zu Beginn der Viertaktära wogen die Maschinen 145 Kilogramm und konnten 24 Liter Kraftstoff verbrauchen. Doch mit dem Weggang von Superstar Rossi endete die Erfolgsstory des Repsol-Honda-Teams. Max Biaggi, Alex Barros und Hayden konnten den Italiener auf der Yamaha M1 nicht stoppen. Erst in der Saison 2006 gewann Hayden die MotoGP-Krone für Honda.

In der Saison 2007 wurde das Hubraumlimit von 990 auf 800 Kubikzentimeter verringert. Honda setzte fortan einen V4-Motor ein. Die Charakteristik der MotoGP-Maschinen wurde durch diese Änderung wieder spitzer. Honda entwickelte zu Beginn der 800er-Ära zu konservativ und hinkte mit der RC212V bis zur Saison 2011 hinterher. Ducati und Yamaha gaben den Ton an. Seit 2012 haben die MotoGP-Maschinen 1.000 Kubikzentimeter Hubraum und mehr als 250 PS, auch wenn Honda nur bescheidene 230 PS ausweist.

Allerdings ist die RC213V der Saison 2013 reglementbedingt mit 160 Kilogramm deutlich schwerer als die NSR500. Dank der Ingenieure konnte der Durst des V4-Motors auf 21 Liter begrenzt werden. In der kommenden Saison müssen die Hersteller mit 20 Litern auskommen. Inwieweit sich das auf die Leistung der MotoGP-Motoren auswirkt, wird sich zeigen. Zudem dürfen in der neuen Saison nur noch fünf Motoren pro Saison verwendet werden.

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