Honda-Pilot Dani Pedrosa ist im Fahrerlager ein begehrtes Fotomotiv © FGlaenzel

Der introvertierte Spanier kritisiert die Hektik im MotoGP-Fahrerlager und vergleicht die Situation in der Motorrad-WM mit der in der Formel 1

Dass Honda-Werkspilot Dani Pedrosa am liebsten seine Ruhe hat, bei Medienterminen selten gesprächig ist und sich viel lieber auf das Motorradfahren konzentrieren würde, dürften die meisten MotoGP-Fans wissen. Der wortkarge Spanier ist kein Mann vieler Worte. Stattdessen konzentriert sich der dreimalige Motorrad-Weltmeister lieber auf den hauptsächlichen Teil seiner Arbeit: Das Fahren guter Rundenzeiten.

Pedrosas Arbeitsplatz steht im vollen Kontrast zu seinem Wesen: Hektisch, laut und voller Menschen. Durch die drei Klassen und oft auch noch zusätzliche Rahmenveranstaltungen sind extrem viele Teams im Fahrerlager Zuhause. Diese Teams vergeben von Rennen zu Rennen immer wieder unzählige Fahrerlagerpässe an Sponsoren oder Gäste des Teams. Diese erschweren die Arbeit der MotoGP-Piloten extrem.

Wenn es nach Pedrosa gehen würde, dann müsste sich die MotoGP mehr an der Formel 1 orientieren, wo die Fahrer bei ihrer Arbeit nicht so sehr gestört werden. "Im Fahrerlager geht es sehr entspannt zu", hat Pedrosa beim Besuch des Monza-Grand-Prix festgestellt. Im Gespräch mit 'Crash.net' berichtet er: "Man wird nicht so oft gestört und die Fahrer können einfach so von ihren Wohnmobilen zur Box fahren."

"Sie müssen nicht zur Toilette rennen und das Gefühl haben, beobachtet zu werden, wenn sie auf der Toilette sind. Für die Fans ist es nicht optimal, weil sie ihre Idole treffen und Fotos machen möchten. Doch bei einigen Rennen ist es sehr stressig und schwierig, einfach zur Toilette zu gehen oder etwas Essen zu besorgen", kritisiert der WM-Dritte der abgelaufenen MotoGP-Saison.

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