Die Fahrer und Teams mussten sich an die besonderen Bedingungen anpassen © Yamaha

Entwicklungschef Shinji Aoki stellt im Interview klar, was zu den Problemen in Australien führte und wie man in Zukunft darauf reagieren wird

Die Reifenlieferanten hatten beim vergangenen Rennwochenende in Australien Schwierigkeiten, mit den ausgewählten Reifenmischungen über die Runden zu kommen. Besonders in der Moto2 und in der MotoGP war schnell offensichtlich, dass die volle Renndistanz mit einem Hinterreifen nicht möglich ist. Bridgestone gewährleistete lediglich zehn Runden mit einem Hinterreifen. Durch die Flag-to-Flag-Regel konnten die Zuschauer immerhin 19 Runden sehen. Bridgestone-Entwicklungschef Shinji Aoki erklärt im Interview, was genau in Australien passierte.

Frage: "Am vergangenen Sonntag fand das erste Flag-to-Flag-Rennen im Trockenen statt. Kannst du erklären, was in Phillip Island passierte?"

"Als klar war, dass eine komplette Renndistanz mit einem Hinterreifen nicht möglich ist, führten wir Gespräche mit der Dorna, der FIM und der IRTA, die zusammenarbeitete, um eine Lösung für das Rennen zu finden. Bedenkt man die Reifenauswahl, dann bin ich froh, wie es am Sonntag ausging. Die Zuschauer auf Phillip Island und die Fans auf der ganzen Welt konnten ein sicheres und spannendes Rennen sehen. Die Teams und Fahrer waren sehr flexibel und professionell bei der Anpassung ihrer Programme an das Flag-to-Flag-Rennen. Man muss ihnen gratulieren."

Erneute Änderung nach dem Warmup

Frage: "Ursprünglich sollte das Flag-to-Flag-Rennen über 26 Runden gehen. Doch am Sonntag wurde die Renndistanz auf 19 Runden verkürzt. Warum wurde die Renndistanz für das Rennen geändert?"

"Wir wollten die Bedingungen, die sich stets ändern können, mit denen vom Vortag vergleichen. Die Analysen der Reifen aus dem Warmup zeigten, dass am Sonntag zehn Runden sicherer waren. Bei einem Stopp war eine Distanz von 19 Runden also optimal. Es schien, als ob die verbesserten Setups der Motorräder am Sonntag zu einer besseren Performance der Fahrer führten, die dadurch die Reifen stärker belasteten als am Samstag."

Frage: "Was war das Problem des neuen Asphalts auf Phillip Island?"

"Das führte dazu, dass die Temperaturen anstiegen. Die beste Runde im Rennen war in diesem Jahr mehr als zwei Sekunden schneller als im Vorjahr. Das zeigt, wie viel zusätzlichen Grip und Potenzial für höhere Reifentemperaturen es gab. Wir erwarteten einen Anstieg der Reifentemperaturen an diesem Wochenende und bereiteten uns darauf vor. Doch die extremen Temperaturen, die auftraten, waren weit von unseren Erwartungen entfernt."

Extraharte Mischung funktionierte nicht

Frage: "Ein extraharter Hinterrad-Slick wurde von den zwölf Prototypen im vierten Freien Training getestet. Doch er wurde nicht um Rennen verwendet. Warum?"

Frage: "Wie möchte Bridgestone solche Probleme bei zukünfitgen Rennen vermeiden?"

Frage: "Wir zuversichtlich ist Bridgestone, Reifen zu bauen, mit denen die komplette Renndistanz beim Rennen im kommenden Jahr möglich ist?"

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