Marc Marquez hielt Jorge Lorenzo im dritten Training in Schach © Repsol

Marc Marquez setzt sich in Silverstone im dritten Freien Training vor Jorge Lorenzo an die Spitze - Stefan Bradl starker Dritter - Zwei Stürze von Cal Crutchlow

Bei Sonnenschein, aber kühlen Temperaturen purzelten in Silverstone die Zeiten im dritten Freien Training. An der Spitze waren wieder die beiden Spanier Marc Marquez (Honda) und Jorge Lorenzo (Yamaha) zu finden. Diesmal hatte Marquez die Nase vorne und fuhr eine Runde in 2:02,485 Minuten. Damit war der WM-Führende um eine halbe Sekunde schneller als die Bestzeit am Vortag. Weltmeister Lorenzo blieb dem Youngster auf den Fersen und hatte als Zweiter einen Rückstand von 0,169 Sekunden.

Stark präsentierte sich auch Stefan Bradl (LCR-Honda). Nach dem schwierigen Freitag zeigte der Deutsche eine deutliche Leistungssteigerung, fuhr um eine Sekunde schneller und katapultierte sich auf Rang drei. Bradl war wieder bei der Musik dabei, denn auf Marquez fehlten nur 0,188 Sekunden. Auch Alvaro Bautista mischte mit der Gresini-Honda vorne mit. Der Spanier wurde mit einem Rückstand von drei Zehntelsekunden Vierter. Dahinter wurde die Lücke schon etwas größer.

Auf dem 5,9 Kilometer langen umgebauten Traditionskurs in Großbritannien mischte auch Ducati in der zweiten Gruppe mit. Andrea Dovizioso meldete sich auf Rang fünf, während Nicky Hayden Siebter wurde. Beide lagen weniger als eine Sekunde zurück. In das Ducati-Sandwich schob sich Valentino Rossi auf Platz sechs. Dem Yamaha-Werksfahrer fehlten genau acht Zehntelsekunden auf die Spitze. An der achten Stelle war Lokalmatador Cal Crutchlow zu finden. Der Brite drehte allerdings nur acht Runden und erlebte ein turbulentes Training.

Zu Beginn der 45 Minuten gingen alle Fahrer mit der weichen Reifenmischung vorne und hinten auf die Strecke, denn der Asphalt war nur knapp 20 Grad warm. Crutchlow stürzte in seiner ersten fliegenden Runde im ultraschnellen Maggotts-Becketts-Komplex. Crutchlow schlitterte über die Wiese, während sich seine Tech-3-Yamaha mehrmals überschlug. Die M1 war ein Totalschaden. Anschließend wurde Crutchlow im Medical Centre untersucht, er hatte sich aber nicht verletzt.

In der Schlussphase stieg der nächstjährige Ducati-Werksfahrer auf die Ersatzmaschine, stürzte aber nun in der Vale-Kurve. Zwei heftige Stürzte in einem Training. Auch diesmal blieb Crutchlow unverletzt. Bereits in den beiden Vorjahren hatte sich der 27-Jährige bei Trainingsstürzen sein Heimspiel vermasselt. Es war generell nicht der Vormittag der Briten, denn sein Teamkollege Bradley Smith konnte seine Freitagszeit nicht verbessern und rutschte in der kombinierten Zeitenliste aller drei Freien Trainings auf Rang elf ab.

Damit ist Smith nicht direkt für Q2 qualifiziert und muss im Qualifying in Q1 antreten. Für Paul-Bird-Motorsport war es ebenfalls ein schwarzer Vormittag. Lokalmatador Michael Laverty und Yonny Hernandez stürzten unabhängig voneinander in Kurve zwölf. Hernandez ging später mit dem Ersatzmotorrad in einer anderen Kurve erneut zu Boden. Außer Blechschäden gingen die Stürze alle glimpflich aus. Mit einer Ausnahme konnten sich alle Fahrer in den Top 10 steigern.

Honda-Werksfahrer Dani Pedrosa blieb drei Zehntelsekunden über seiner Freitagszeit und belegte im dritten Training die zehnte Position. Dennoch ist der Spanier mit seiner Marke vom Vortag sicher für Q2 qualifiziert. Als Zehnter schaffte noch Aleix Espargaro (Aspar) den direkten Einzug ins Q2. Espargaro glänzte im dritten Training mit der neuntschnellsten Zeit und war damit schneller als Pedrosa. Klarerweise war Espargaro wieder der beste CRT-Vertreter. In Q1 müssen neben Smith auch die beiden Pramac-Ducati-Piloten Andrea Iannone und Michele Pirro antreten.

Direkt für Q2 qualifiziert:

Teilnehmer in Q1:

Weiterlesen