Nicky Hayden hoffte, dass die Desmosedici in Tschechien besser läuft © Ducati

Der Ducati-Werkspilot fährt in Brünn knapp hinter Teamkollege Andrea Dovizioso als Achter ins Ziel - Mehr als eine halbe Minute Rückstand auf die Spitze

Ducati konnte auch in Tschechien nichts ausrichten. Obwohl man vor dem Wochenende optimistisch war, besser als bei den beiden USA-Rennen in Laguna Seca und Indianapolis zu sein, konnte man keine Akzente setzen. Mehr als 35 Sekunden Rückstand hatte das Ducati-Werksduo im Ziel. Andrea Dovizioso setzte sich knapp gegen Nicky Hayden durch. Die Desmosedici war damit beinahe zwei Sekunden pro Runde langsamer als die Konkurrenz von Honda und Yamaha.

"Im Warmup konnten wir das Verhalten auf den Bodenwellen ein bisschen verbessern- Das Rennen lief wie erwartet", berichtet Hayden nüchtern. "Wir hatten erneut einen recht großen Rückstand zur Spitze. Er war zu groß. Selbst Dovi konnte mir zu Beginn ein bisschen entkommen. Ich holte ihn aber wieder ein und hatte einen schönen Kampf mit ihm. Doch ich konnte kein sauberes Überholmanöver ansetzen."

Einen Zwischenfall, wie er in Indy passierte, wollte Hayden nicht riskieren. "Wir können nicht mehr ineinander fahren. Dovi lieferte ein sauberes Rennen ab. Platz acht ist nicht gut. Wir dachten vor dem Wochenende, dass wir wenigstens mit der zweiten Gruppe mithalten können. Doch das war nicht der Fall", bedauert der US-Amerikaner. "Dovi war am Samstag aber deutlich konstanter als ich. Dass ich mit ihm mithalten konnte, war ein positives Zeichen."

Ganz problemlos lief der Sonntag für Haydens Crew nicht. Der Motor an der Desmosedici bereitete Probleme. "Ich fuhr mit dem alten Motor, weil ich mit dem neuen Motor Probleme hatte. Es war ein neuer Motor, doch seltsamerweise lief er über die Bodenwellen schlechter. Ich hatte damit Chattering. Das lag vielleicht am Schwungrad. Ich weiß es nicht. Ich nutzte den alten Motor und hatte das Gefühl, schneller als Dovi zu sein. Es ist seltsam."

"Ich muss den Motor aber noch verwenden, weil die anderen Motoren mit ihrer Laufleistung am Ende sind. Sie untersuchen die ganzen Daten. Es ist noch nicht klar, ob es am Motor lag. Doch ich hatte damit Chattering und Vibrationen. Der andere Motor ist aber trotz der Laufleistung noch gut und hat viel Leistung", schildert Hayden. "Es war ein neuer Motor, der einer neuen Spezifikation entsprach. Es wurde aber nicht viel verändert." In der kommenden Woche geht es für Hayden direkt weiter. In Misano testet er das neue Motorrad, mit dem Teamkollege Dovizioso bereits fährt.

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