Andrea Dovizioso hielt in Brünn seinen Teamkollegen Nicky Hayden in Schach © Ducati

Andrea Dovizioso gewinnt das Ducati-Privatduell in Brünn und wird Siebter - Die Rundenzeiten des Ducati-Werksfahrers waren konstant, aber langsam

Ducati tritt am Stand. Auch in Brünn fuhren Andrea Dovizioso und Nicky Hayden einsam und alleine ihr Rennen und trugen ihr beinhartes Privatduell aus. In Tschechien hatte wieder der Italiener die Nase vorne. Die nackten Zahlen waren erneut ernüchternd. Dovizioso kam als Siebter ins Ziel und hatte nach 22 Runden oder 118,866 Kilometern 35 Sekunden Rückstand auf den Sieger. Im Schnitt verlor Ducati somit etwas mehr als eine Sekunde pro Runde.

"Vor dem Rennen waren wir nicht in guter Form und wir wussten, dass es schwierig wird", so Dovizioso. "Dennoch bin ich recht zufrieden, was ich im Rennen erreicht habe, denn ich war konstant. Der Unterschied zwischen meiner schnellsten und langsamsten Runde war gering. Ich konnte am Ende noch 1:58 Minuten fahren, als ich versuchte Nicky auf Distanz zu halten."

"Ich bin zufrieden wie ich das Rennen gefahren bin, denn ich habe das Motorrad nicht überfahren. Deshalb konnte ich ständig pushen. Ich habe das Beste herausgeholt. Das Limit war im Rennen genauso wie im Training. Am Anfang bin ich eine halbe Runde hinter Bradl gefahren, aber es war unmöglich ihm zu folgen. Ich versuchte die Reifen zu schonen und schnell zu sein, ohne aggressiv zu sein."

Die Modifikationen am Motor zahlten sich bedingt aus. "Der neue Teil beim Motor hat mir etwas geholfen, wenn ich das Gas aggressiv aufreiße. Dann bewegt sich das Motorrad nicht mehr so stark", spricht der Italiener einen kleinen Vorteil an. "Ich bin zufrieden, wie ich das Motorrad gemanagt habe. Um schneller zu fahren, hätte ich am Kurveneingang viel Risiko nehmen müssen. Dabei hätte das Vorderrad einklappen können."

"Das ist aber nicht der richtige Weg das Motorrad zu fahren. Ich konnte nicht 22 Runden so fahren. Deshalb habe ich versucht sanft zu fahren und eine gute Pace zu halten. Ich wollte vermeiden, dass die Rundenzeiten einbrechen." Seit vergangenem November ist Dovizioso nun bei Ducati, aber die erhoffte Steigerung ist bis jetzt nicht eingetreten.

Der 27-Jährige will aber nicht aufgeben. "Jeder kennt unsere Situation, wir suchen keine Ausreden. Wir haben die Situation bisher nicht verbessert. Wahrscheinlich haben sich unsere Konkurrenten etwas mehr verbessert, wodurch unser Rückstand seit Saisonbeginn etwas größer wurde. Das ist die Situation. Wir arbeiten sehr hart, damit wir verstehen, wie wir die Situation verbessern können. Alle, die an diesem Projekt arbeiten, haben das gleiche Ziel. Wir wollen die Situation für die Zukunft verbessern. So wie es jetzt ist, kann es nicht sein. Ich sage jetzt nichts Neues, aber das ist die Realität."

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