Alvaro Bautista nutzte die Chance und fuhr in Brünn in die erste Startreihe © Honda

Marc Marquez zieht Alvaro Bautista in Brünn unfreiwillig zu einer Zeit, die Startplatz zwei bedeutet - Bautista sorgt sich um den Rhythmus im Rennen

Nach einem durchwachsenen Freitag steigerte sich Gresini-Honda-Pilot Alvaro Bautista in Brünn am Samstag deutlich. Der Spanier bekam die Traktionsprobleme in den Griff und überraschte im Qualifying mit der zweitschnellsten Zeit. Nur Cal Crutchlow umrundete den Kurs in Tschechien schneller als Bautista. Bei seiner schnellsten Runde nutzte der Gresini-Pilot aber die Hilfe von Landsmann und Markenkollege Marc Marquez, der auf seiner schnellsten Runde vor Bautista fuhr.

"Ich sollte Marc auf Grund seiner Hilfe zum Essen einladen. Doch nichtsdestotrotz muss man die Rundenzeit erst einmal zustande bringen. Es ist nicht einfach, einem dieser Fahrer zu folgen", bemerkt Bautista, der im Rennen vermutlich nicht das Tempo der Spitze mitgehen kann. "Unser Rhythmus ist nicht so gut wie in Indy oder Laguna. Doch mein Gefühl ist gut. Ich hoffe, dass es im Rennen genauso ist."

"Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung. Bereits am Morgen konnte ich spüren, dass das Setup des Motorrad besser war. Wir hatten mehr Haftung am Hinterrad. Ich war mit gebrauchten Reifen schnell. Im Qualifying haben wir dann neue Reifen aufgezogen und ich konnte den Vorteil umsetzen. Es hat Spaß gemacht", berichtet Bautista. "Ich hoffe auf einen guten Start, damit ich so lange wie möglich an der Spitze mitfahren kann."

"Der Kurs ist nicht einfach, weil man oft die Richtung wechseln muss. Das strengt an. Man muss konzentriert bleiben im Rennen. Wir müssen das Wetter abwarten. Der Wetterbericht ist nicht eindeutig", schildert der Spanier, der in den vergangenen Rennen umsichtiger agierte als bei den Rennen in Mugello und Barcelona, als er bereits in der ersten Runde stürzte.

Bautista ist aber der Meinung, nicht weniger aggressiv zu fahren und erinnert sich an die Zweikämpfe mit Valentino Rossi: "Valentino war in Indy deutlich schneller. In Laguna war es schwierig, Valentino zu überholen, weil das auf dem Kurs nicht einfach war. Ich wollte Platz vier halten und die Punkte holen. Nach den Enttäuschungen von Mugello und Barcelona brauchte ich Zielankünfte. Ich bin nicht mehr oder weniger aggressiv."

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