Lorenzo hat bei den vergangenen vier Rennen 58 Punkte auf Marquez verloren © Yamaha

Trotz des Tests und der Charakteristik der Strecke hält Weltmeister Jorge Lorenzo die Erwartungen niedrig - Debüt des neuen Getriebes unklar

Seit Barcelona ist Titelverteidiger Jorge Lorenzo ohne Sieg. In der Fahrerwertung hat sich durch die wiederholten Schlüsselbeinverletzungen ein Rückstand von 35 Punkten summiert. Zudem scheint es, als ob Hondas RC213V der M1 von Yamaha momentan überlegen ist. Nun steht mit Brünn ein Kurs auf dem Plan, der Yamaha und Lorenzo entgegen kommt. Wenn Lorenzo seinen MotoGP-Titel erstmals erfolgreich verteidigen möchte, darf er keine weiteren Punkte auf die Honda-Piloten verlieren.

Geht Yamaha durch den Test und die Charakteristik der Strecke als Favorit ins Wochenende? "So einfach ist es im Moment nicht. Wir sind nicht die Favoriten", stellt Lorenzo klar. "Doch wir sollten besser sein als in Indianapolis. Es gibt hier keine Erste-Gang-Kurven. Stattdessen gibt es viele Richtungsänderungen. Das kommt meinem Fahrstil und der Yamaha entgegen. Man weiß aber nie, was passiert und müssen das erste Training abwarten."

Lorenzo relativiert den Vorteil des Tests in der Sommerpause. Damals arbeiteten die Yamaha-Werkspiloten vorrangig am neuen Getriebe. "Ich weiß nicht, wie groß der Vorteil sein wird oder ob wir überhaupt einen Vorteil dadurch haben werden", bemerkt er. Dafür kann der Spanier aber bestätigen, dass er nach den Stürzen in Assen und am Sachsenring immer besser in Schwung kommt.

"Mein Gesundheitszustand wird mit jedem Wochenende besser. Es ist aber nicht nur die Verletzung, die mich hindert. Ich konnte etwa zwei Monate lang nicht trainieren", schildert Lorenzo, der in Brünn und Silverstone Punkte gutmachen möchte. "Die beiden Rennen sind wichtig. In Indianapolis konnte ich einen Sturz vermeiden und aufs Podium fahren. Wenn wir den WM-Titel holen wollen, müssen wir schnellstmöglich Rennen gewinnen. Doch momentan ist es nicht gerade einfach, Rennen zu gewinnen. Doch wir werden es versuchen."

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