"Dovi" und "Kentucky Kid": Auch auf tschechischem Asphalt auf Tuchfühlung? © Ducati

Während Andrea Dovizioso Brünn nicht zu seinen Lieblingsstrecken zählt, freut sich Nicky Hayden auf seinen ersten Tschechien-Auftritt seit der Saison 2011

Der am Wochenende auf dem Programm stehende Grand Prix von Tschechien markiert für die MotoGP-Teams das zweite von drei direkt aufeinanderfolgenden Rennwochenenden. Das Credo lautet daher, den Schwung aus Indianapolis mitzunehmen und wenn möglich bis Silverstone aufrechtzuerhalten.

Im Falle von Ducati darf man gespannt sein, ob Andrea Dovizioso und Nicky Hayden ihr teaminternes Duell aus Indianapolis fortsetzen werden. Der flüssige Kurs in Brünn kam den beiden Piloten in der Vergangenheit nicht unbedingt entgegen. Sowohl "Dovi" als auch "Kentucky Kid" haben auf dieser Strecke nur einen Podestplatz (jeweils für Honda) auf der Habenseite.

"Brünn ist eine richtig interessante und ziemlich herausfordernde Strecke. Der Kurs unterscheidet sich stark von jenem in Indianapolis. Ich bin gespannt, wie die Ducati dort funktioniert", charakterisiert Dovizioso die 5,4 Kilometer lange Berg-und-Talbahn mit ihren 15 Kurven.

Hayden freut sich auf sein Brünn-Comeback

"Ich mag das Layout mit seinen Bergauf- und Bergabpassagen und freue mich, direkt nach Indianapolis das nächste Rennen in Angriff zu nehmen", sagt der Italiener und gesteht: "Auch wenn ich in der Vergangenheit Podestplätze eingefahren habe, so gehört der Kurs nicht zu meinen Lieblingsstrecken." Neben seinem zweiten Platz aus dem MotoGP-Rennen 2011 fuhr Dovizioso in Brünn in den Aufstiegsklassen (250er- und 125er-WM) drei weitere Male auf Platz zwei.

Teamkollege Hayden musste die 2012er-Ausgabe des Grand Prix von Tschechien (genau wie die 2008er-Ausgabe) verletzungsbedingt auslassen. Im Vergleich zu Dovizioso findet der US-Amerikaner, der im Jahr 2007 Dritter wurde, größeren Gefallen an der Strecke: "Im vergangenen Jahr musste ich Brünn aufgrund einer Verletzung auslassen, doch es ist eine der besten Strecken im Kalender - sehr flüssig und schnell. Das gefällt mir."

Am Umstand, an drei aufeinanderfolgenden Wochenenden drei Rennen bestreiten zu müssen, stört sich Hayden nicht im geringsten. "Wir befinden uns in einer arbeitsreichen Phase, aber es ist kein Geheimnis, dass ich das Rennfahren liebe. Ich habe nichts gegen Back-to-Back-Einsätze", sagt der scheidende Ducati-Pilot und erwartet "ein schwieriges Wochenende in Tschechien, an dem wir aber wie immer versuchen werden, unser Bestes zu geben".

Geistert die Berührung zwischen Dovizioso und Hayden in der letzten Kurve des Grand Prix von Indianapolis im italienischen Werksteam noch durch die Köpfe? Teammanager Vittoriano Guareschi formuliert es so: "Nach Indianapolis wissen wir auf jeden Fall, dass beide sehr motiviert sind. Für uns wird es darauf ankommen, von Freitagvormittag an gut zu arbeiten."

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