Offene Zukunft: Nicky Hayden befindet sich momentan in Gesprächen © FGlaenzel

Momentan gibt es nicht viele Piloten aus den USA, die in der MotoGP vorne mitmischen können: Sollte der ehemalige Weltmeister der Serie erhalten bleiben?

Die Motorrad-Fans aus den Vereinigten Staaten müssen seit einigen Jahren harte Zeiten durchmachen. Spätestens seit Nicky Haydens Wechsel zu Ducati muss sich die in den 1980ern so dominante Nation hinten anstellen. Momentan kann keiner der US-Amerikaner um Siege kämpfen. Hayden und Colin Edwards kämpfen mit stumpfen Waffen und Ben Spies hangelt sich von Verletzung zu Verletzung.

Hayden wird zudem seinen Platz im Ducati-Werksteam Ende der Saison verlieren. Ob er der Königsklasse erhalten bleibt, ist noch offen. Kann die MotoGP auf den charismatischen Ex-Champ überhaupt verzichten? "Nordamerika ist ein großer Markt. Man benötigt mindestens einen US-Fahrer, zwei wären besser", bemerkt Hayden selbst. "Es ist eine Weltmeisterschaft und deshalb benötigt man auch Fahrer aus den Vereinigten Staaten."

Dass man als US-Pilot nicht zwangsläufig auch bei den Teams den roten Teppich ausgerollt bekommt, kann Hayden bestätigen. Gleichzeitig ist er auf seine Arbeit in der Motorrad-Weltmeisterschaft stolz: "Der amerikanische Pass reicht nicht, um ein gutes Motorrad zu erhalten. Ich denke, dass ich die Meisterschaft in den USA bekannter machen konnte."

Landsmann Kenny Roberts senior plant momentan, mit einem eigenen Team in die Königsklasse zurückzukehren. "Das wäre toll", begrüßt Hayden die Planungen. "Es wäre fantastisch, wenn er wieder in die Meisterschaft zurückkommt. Es wäre sicher ein sehr hochwertiges Team. Das würde der Meisterschaft gut tun. Ich habe sehr viel Respekt für Kenny. Er war der Held meines Vaters und hat ihn zum Dirttrack gebracht."

Hayden selbst kann sich nach seiner aktiven Karriere ebenfalls vorstellen, administrative Aufgaben zu übernehmen. "Ich bin seit einer ziemlich langen Zeit im Rennsport aktiv und habe viel gelernt. Ich würde mein Wissen gern teilen. Es gibt ein paar Jungs, denen ich helfe. Es sind junge Piloten, die in der AMA fahren", berichtet der Ducati-Pilot. "Momentan konzentriere ich mich aber auf meine eigene Karriere. Doch wenn diese ich irgendwann beende, kann ich mir vorstellen, Nachwuchstalenten mehr zu helfen. Das würde mir sicher Spaß machen."

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