Marc Marquez ist auch beim Rennen in Brünn einer der Anwärter auf den Sieg © FGlaenzel

Rookie Marc Marquez kommt mit 21 Punkten Vorsprung nach Brünn - Kann Vorjahressieger Dani Pedrosa teamintern zurückschlagen?

Wirft man vor dem Grand Prix in Tschechien einen Blick auf den WM-Stand in der MotoGP, dann erkennt man, dass Honda momentan alle Trümpfe in der Hand hat. Rookie Marc Marquez führt die Fahrerwertung mit 21 Punkten an und ist derzeit kaum zu schlagen. Anpassungsprobleme an die für ihn mit der MotoGP-Maschine neuen Kurse kennt der talentierte Spanier nicht. Es ist nicht absehbar, wer Marquez den Titel in der Debütsaison abspenstig machen könnte.

Teamkollege Dani Pedrosa ist momentan erster Verfolger. Von der Form, die Pedrosa in der zweiten Saisonhälfte 2012 hatte, ist er aber weit entfernt. Nicht zuletzt durch den Schlüsselbeinbruch am Sachsenring fehlen dem ehemaligen 125er- und 250er-Weltmeister Kraft und vermutlich auch Selbstvertrauen. Seit Le Mans ist Pedrosa ohne Sieg. In der Zwischenzeit stand Marquez drei Mal ganz oben.

"Nach dem tollen Wochenende in Indianapolis gibt es keine Pause", bemerkt WM-Leader Marquez, der den schnellen Kurs in Brünn nicht besonders mag, dort aber im vergangenen Jahr den Moto2-Sieg holen konnte: "Wir reisen direkt weiter nach Tschechien. Brünn ist nicht gerade eine meiner Lieblingsstrecken, doch ich gewann dort im Vorjahr und habe deshalb ein gutes Gefühl."

Dass Jorge Lorenzo und Valentino Rossi in der Sommerpause in Brünn einen Zweitages-Test absolvierten, hat auch Marquez mitbekommen. "Yamaha ist traditionell stark. Ich bin mir sicher, dass sie auch in diesem Jahr schnell sein werden. Zudem haben sie vor ein paar Wochen getestet. Wir müssen abwarten, wie gut wir sind, uns auf unsere Arbeit konzentrieren, hart arbeiten und versuchen, weitere Meisterschaftspunkte zu holen."

Teamkollege Pedrosa kassierte nach seinem harten Kampf gegen Lorenzo im Vorjahr 25 Punkte in Brünn. Auch in Indy kam er vor seinem Landsmann ins Ziel. "Indianapolis war aus physischer Sicht ein anstrengendes Rennen für mich. Es ist wichtig, dass ich mich in den wenigen Tagen vor Brünn noch ein bisschen erhole. Hoffen wir, dass das Wetter gut bleibt. In dieser Gegend kann es ziemlich unberechenbar sein."

"Brünn ist ein schneller Kurs mit Hochgeschwindigkeitskurven. In der Vergangenheit lief die Honda dort sehr gut. Im Vorjahr hatten wir ein starkes Rennen und ich hoffe, das in diesem Jahr zu wiederholen", schildert Pedrosa.

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