Andrea Dovizioso konnte mit allen drei Herstellern Erfahrungen sammeln © Ducati

Ducati-Werkspilot Andrea Dovizioso betont, dass die Elektronikpakete von Honda, Yamaha und Ducati nicht miteinander zu vergleichen sind

Seit 2008 geht Andrea Dovizioso in der MotoGP an den Start. Nach einem Jahr im Honda-Satellitenteam fuhr der Italiener drei Jahre eine Werks-Honda. Im vergangenen Jahr saß "Dovi" auf einer Yamaha M1 und in der laufenden Saison müht er sich mit der Ducati Desmosedici ab. Da der 125er-Weltmeister von 2004 in den vergangenen drei Jahren Erfahrungen mit allen drei Herstellern sammelte, kann er wertvolle Aussagen zu den technischen Details der Motorräder abgeben.

Das trifft auch auf den Bereich Elektronik zu. Dovizioso vergleicht: "Bei Honda und Yamaha war es komplett unterschiedlich: Ich kann mich erinnern, dass wir bei Yamaha über die Saison hin nichts Umfassendes von Strecke zu Strecke geändert haben. Bei Honda haben wir das Setup in jedem Training an das Wetter und die Bedingungen angepasst. Es hängt vom Elektronikpaket ab."

"Honda, Yamaha und Ducati unterscheiden sich grundlegend", unterstreicht der Ducati-Werkspilot. "Bei Ducati sind wir meist sehr nah an einem guten Setup dran, müssen aber die Leistung und die Traktionskontrolle ständig anpassen. Das gehört zu den normalen Aufgaben." Ob die Elektronik von Honda, Yamaha oder Ducati am besten ist, kann der 27-Jährige nicht beurteilen.

Dafür fordert er, dass Ducati nicht aufhören darf, an der Elektronik der Desmosedici zu arbeiten: "Sicher müssen wir uns steigern. Alle Hersteller verbessern sich mit der Zeit. Man muss sich in der MotoGP ständig verbessern", bemerkt er und erklärt: "Die Motorräder haben sehr viel Elektronik. Für die Sicherheit der Fahrer ist es gut, aber man muss seinen Fahrstil vollkommen an die Elektronik anpassen und entsprechend fahren."

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