Mit der Ducati Desmosedici GP9 kam Nicky Hayden zu Beginn nicht zurecht © Ducati

Der kontinuierliche Abstieg von Ducati erschwerte auch Nicky Haydens Karriere, der die Desmosedici der Saison 2010 favorisiert und die GP13 als Tiefpunkt ansieht

Ende der Saison geht für Nicky Hayden die Ära als Ducati-Werkspilot zu Ende. Seit der Saison 2009 kämpft der US-Amerikaner mit den V4-Rennern aus Bologna und versucht, die Italiener an die Spitze zu bringen. Bisher gelang Hayden kein Sieg für Ducati. Es ist unwahrscheinlich, dass sich das in der laufenden Saison noch ändern wird. Die GP13 wird von Hayden als Tiefpunkt der Evolution angesehen.

Los ging es mit der GP9: "Das 2009er-Motorrad war nicht einfach zu fahren. Es war ein sehr anspruchsvolles Motorrad", erinnert sich der Weltmeister von 2006. "Besonders das Pumpen des Hecks war ziemlich ausgeprägt. Zu Beginn der Saison hatte ich zu kämpfen. Doch als das Pumpen Ende der Saison behoben wurde, hatte das Motorrad sehr viel Potenzial. Ich fuhr gerne damit."

"Aber ich würde behaupten, das 2010er-Motorrad war für meinen Fahrstil das beste", fügt Hayden hinzu. "Ich fuhr zwar nur einmal auf das Podium, holte aber viele vierte Plätze. Ich konnte Lorenzo in Aragon in der letzten Runde bezwingen. Es waren einige Rennen dabei, bei denen ich Spaß hatte. Ich konnte damit gut fahren." Hayden beendete die Saison als WM-Siebter und steigerte sich damit im Vergleich zu seiner ersten Ducati-Saison deutlich, die er nur als WM-13. beendete.

In der laufenden Saison ist Hayden bei normalen Bedingungen bisher recht weit von Podestplätzen entfernt gewesen. "In diesem Jahr ist es leider am schwierigsten. Die Lücke zur Spitze ist mit diesem Motorrad am größten", bestätigt der MotoGP-Routinier und macht die Fortschritte bei Honda und Yamaha für den großen Rückstand mitverantwortlich. "Das Ziel hat sich verschoben. Honda hat es in den vergangenen zwei oder drei Jahren sehr ernst genommen. Sie haben sich stark bemüht."

"Doch Ducati bemüht sich in diesem Jahr sehr. Das Testteam arbeitet gut. Doch bisher konnten wir nicht herankommen", bedauert Hayden, dessen Vertrag im Ducati-Werksteam Ende 2013 ausläuft. Noch ist unklar, ob der ehemalige Honda-Werkspilot eine Zukunft in der Königsklasse hat oder in die Superbike-WM wechselt. Hayden könnte der erste Pilot werden, der sowohl in der MotoGP als auch in der Superbike-WM einen Titel geholt hat.

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