Marc Marquez driftete in Indianapolis zu seiner vierten MotoGP-Pole © Repsol

Marc Marquez will die vierte Pole-Position seiner MotoGP-Karriere in seinen vierten Sieg ummünzen - In puncto Reifenwahl erwartet der Rookie keine Überraschungen

Marc Marquez drückt dem MotoGP-Geschehen weiter seinen Stempel auf. Nach vier Bestzeiten in den vier Freien Trainings prügelte der Rookie seine Werks-Honda in Indianapolis auch im Qualifying auf Platz eins. Der versammelten Konkurrenz, die von Weltmeister Jorge Lorenzo (Yamaha; 2.) und seinem eigenen Honda-Teamkollegen Dani Pedrosa (3.) angeführt wurde, schenkte Marquez mehr als eine halbe Sekunde ein. Nebenbei verbesserte der 20-Jährige den Indianapolis-Streckenrekord von Pedrosa aus dem Vorjahr um fast eine Sekunde.

"Ich habe diesen Kurs schon immer gemocht und fuhr im Qualifying eine gute Runde", strahlt der amtierende Moto2-Weltmeister Marquez nach seiner vierten Pole-Position als MotoGP-Pilot und geht ins Detail: "Ich habe einfach versucht, das Potenzial des neuen Reifens voll auszuschöpfen. Bei meinem ersten Versuch baute ich ein paar Fehler ein. Beim zweiten Anlauf war mir klar, dass die erste Runde die schnellste sein würde. Also habe ich alles gegeben."

"Ich habe einen guten Rhythmus und bin bereit für den Kampf um den Sieg. Ich bin mir aber sicher, dass Jorge und Dani morgen sehr stark sein werden", schreibt der aktuelle WM-Spitzenreiter seine beiden spanischen Landsleute Lorenzo und Pedrosa trotz noch nicht ganz ausgeheilter Verletzungen nicht ab.

Im Warmup am Sonntagvormittag will sich der Polesetter ganz dem Verhalten seiner RC213V mit gebrauchten Reifen widmen. "Da werden wir noch etwas probieren. So oder so sind wir aber bereit für das Rennen. Ich rechne mit einem interessanten und gleichzeitig lustigen Rennen. Wenn es rutschig ist, komme ich normalerweise gut zurecht und finde schnell das Limit", grinst Marquez, der seine 1.000er-Honda schon am Freitag und Samstag mehrmals im wilden Drift über den Infield-Kurs des Indianapolis Motor Speedway jagte.

In puncto Reifenwahl für die 27-Runden-Distanz rechnet Marquez in der Spitzengruppe nicht mit Überraschungen. "Ich denke, alle werden sich für den gleichen Reifen entscheiden. Ich habe heute den harten Reifen probiert. Er hat ein paar gute, aber auch ein paar schwache Eigenschaften", spricht der Honda-Pilot auf die Tatsache an, dass der Grip mit dem härteren Bridgestone-Pneu teilweise zu wünschen übrig lässt.

Von seinen bisherigen drei Pole-Positions in der Königsklasse wandelte Marquez jene in Austin und auf dem Sachsenring auch in einen Sieg um. In Le Mans kam er von der Pole gestartet auf Platz drei ins Ziel. In Laguna Seca siegte er von Startplatz zwei.

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