Nicky Hayden will im Rennen in der zweiten Gruppe mitmischen © Ducati

Lokalmatador Nicky Hayden erobert vor heimischer Kulisse in Indianapolis einen Startplatz in der zweiten Reihe - Der Reifenverschleiß im Rennen bereitet Sorgen

Nicky Hayden stellte die Ducati bei seinem dritten Heimrennen der Saison in Indianapolis in die zweite Startreihe. Der Lokalmatador war damit wie am Freitag der schnellste Ducati-Fahrer. Am Vormittag schaffte der US-Amerikaner als Zehnter gerade noch die direkte Qualifikation für Q2. Im Qualifying wurde es schließlich Platz sechs. Sein Rückstand auf die Spitze betrug 1,2 Sekunden. "Im vierten Freien Training ging es rückwärts. Wir versuchten einige Dinge, doch ich büßte viel Grip ein."

"Für QP2 nahm das Team einige Veränderungen am Stoßdämpfer vor. Das Motorrad fühlte sich deutlich besser an. Zudem kam genau zum richtigen Zeitpunkt eine Wolke über die Strecke, wodurch der Asphalt in kurzer Zeit um sechs Grad kühler wurde. Das war für mich eine große Hilfe", berichtet Hayden seinen Qualifying-Tag. "Reihe zwei ist jetzt nicht umwerfend, aber meine Rundenzeit war recht gut."

"Ich sehe es positiv. Es war nicht mein bestes Qualifying der Saison, aber wenn man Marquez abzieht, dann bin ich näher dran als bei anderen Rennen." Da Marc Marquez auf seinem eigenen Planeten fuhr, betrug Haydens Rückstand auf die zweite Gruppe rund eine halbe Sekunde. Deswegen ist der Weltmeister von 2006 zufrieden. "Es war eine recht gute Runde. Meine Idealzeit wäre 1:39,8 gewesen. Deshalb würde ich nicht sagen, dass es eine perfekte Runde war."

Dennoch gibt es für den Grand Prix noch einige Fragezeichen. "Für das Rennen wissen wir noch nicht genau wie sich der Reifenverschleiß gestalten wird. Gestern bin ich einige Runden mit dem harten Reifen gefahren. Der Unterschied zwischen hart und weich war recht klein. Ich glaube, dass es ein guter Rennreifen ist, aber heute wurde der Unterschied zwischen den beiden Mischungen größer. Deshalb ist es vielleicht keine so gute Wahl für das Rennen."

"Im dritten Freien Training habe ich zunächst einen weichen Hinterreifen ausprobiert. Dann nahm ich einen gebrauchten harten Reifen und stellte einen Vergleich an, aber es war nicht so gut. Es war zwar kühl, aber eigentlich hätte der Reifen in diesem Temperaturfenster funktionieren sollen. Dann bin ich mit einem neuen weichen Reifen gefahren, um es ins Q2 zu schaffen. In der letzten Runde habe ich es gerade noch geschafft. Ich wusste, dass ich im Limit war und hatte auch noch einen neuen Reifen, aber es war nicht genug Zeit für einen Wechsel."

"Q1 ist kein Desaster, denn man hat mehr Streckenzeit zur Verfügung, aber wir haben nicht genug Reifen. Wenn man dort die Reifen verwendet, hat man keine mehr für Q2", merkt Hayden einen Schwachpunkt des neuen Qualifyingformats an. Bis zum Rennen muss Hayden mit seinen Mechanikern noch einige Details verbessern: "Wir müssen noch den Reifenabbau verbessern, denn die weiche Mischung baut stark ab. Es wäre schön, wenn ich in der zweiten Gruppe mitmischen kann und nicht wie in den vergangenen beiden Rennen gegen die CRT-Fahrer kämpfen muss."

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