Valentino Rossi konnte im Qualifying nicht entscheidend zulegen © Yamaha

Im Qualifying fährt Valentino Rossi chancenlos hinterher und wird Neunter - Der Yamaha-Werksfahrer hat in Indianapolis Mühe

Valentino Rossi erlebte ein enttäuschendes Qualifying in Indianapolis. Als die Topfahrer in den entscheidenden 15 Minuten zulegen konnten, blieb der Yamaha-Werksfahrer auf seinem Level stehen. Unter dem Strich wurde es Startplatz neun in der dritten Reihe. Der Rückstand auf Marc Marquez (Honda) betrug 1,4 Sekunden. "Ich bin enttäuscht, weil es im Training besser gelaufen ist als am Nachmittag. Leider konnten sich die anderen Fahrer in den 15 Minuten stärker verbessern, hauptsächlich auf der Bremse und am Kurveneingang."

"Jorge ist fantastisch gefahren. Mit dem weichen Reifen hatte ich Untersteuern. Deshalb habe ich mich nur leicht gesteigert. Wir müssen uns morgen noch verbessern. Meine Pace ist nicht fantastisch, aber besser als mein Startplatz. Deshalb muss ich versuchen einige Plätze aufzuholen", ordnet Rossi seine Performance ein. Über die Distanz sah es besser aus, weshalb sich Rossi für die 27 Rennrunden noch ein gutes Resultat ausrechnet.

"Ich kann bis zu einem bestimmten Level fahren. Wenn ich darüber hinaus will, bewegt sich das Motorrad zu stark. Deshalb sind mir Fehler passiert. Ich büßte viel Gefühl ein. Mein Rückstand auf die Spitze ist sehr groß. Beim Renntempo liege ich nicht so weit zurück. Einige Leute sind schnell und konstant. Deshalb müssen wir uns verbessern. Es ist heute ein schlechtes Resultat. Das Rennen wird auch hart."

Der positive Schwung der vergangenen Wochen ist ins Stocken geraten. "Beim Test in Aragon haben wir die Abstimmung modifiziert und machten einen guten Fortschritt. Ich konnte immer aus den Top 5 starten. Hier war es jetzt mehr wie zu Saisonbeginn. Auf dieser Strecke habe ich immer Mühe. Es hat einfach nicht gereicht", hofft Rossi, dass es am Indianapolis-Kurs liegt.

Dabei hatte der Samstag gut begonnen. Im dritten und vierten Freien Training war Rossi Siebter und der Rückstand war deutlich geringer. "Anfangs lief es nicht so schlecht. Ich fuhr ein paar 1:39er-Runden. Anschließend veränderten wir das Bike ein wenig, um den Grip am Hinterrad nach sechs, sieben Runden zu verbessern", blickt Rossi auf das Vormittagstraining. "Doch leider haben wir nichts gefunden und ich konnte meine Rundenzeit am Ende des Trainings schließlich nicht mehr verbessern."

"Auch Jorge war auf seiner schnellsten Runde nicht viel schneller als ich. Doch er schafft es, die 1:39er-Runden konstanter aus dem Ärmel zu schütteln. Am Vormittag waren Marquez und auch Bradl besser aufgestellt. Ich erwarte ein körperlich anstrengendes Rennen. Wir hoffen, dass uns der härtere Hinterreifen ein bisschen mehr entgegenkommt."

Die Honda RC213V funktioniert in Indianapolis besser als die Yamaha M1. "In den langsamen Kurven liegt die Honda ein bisschen agiler", ist Rossi aufgefallen. "Dadurch können die Honda-Fahrer früher als wir das Gas aufdrehen."

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