Rookie Marc Marquez gab im ersten Training das Tempo in Indianapolis vor © FGlaenzel

Rookie Marc Marquez (Honda) stellt in Indianapolis im ersten Freien Training die Bestzeit auf - Stefan Bradl (LCR-Honda) als Vierter im Spitzenfeld mit dabei

Marc Marquez startete in die zweite Saisonhälfte wie er die erste beendet hat - an der Spitze. Der WM-Führende gab im ersten Freien Training für den Grand Prix in Indianapolis den Ton an und stellte die Bestzeit auf. Der Spanier ist zum ersten Mal mit der MotoGP-Honda auf dem 4,219 Kilometer langen Infield-Kurs im berühmten Oval unterwegs. Die Strecke kennt Marquez bereits aus den kleinen Klassen. Insgesamt drehte der Rookie am Vormittag 19 Runden und fuhr in seinem schnellsten Umlauf 1:40,781 Minuten.

Im Vergleich zum Vorjahr waren die Zeiten noch langsam, denn die Pole-Position-Zeit vor zwölf Monaten war um zwei Sekunden schneller. In den Schlussminuten katapultierte sich Cal Crutchlow auf den zweiten Platz. Der Brite, der im kommenden Jahr für Ducati fahren wird, war mit seiner Tech-3-Yamaha um genau drei Zehntelsekunden langsamer als Marquez. Im Gegensatz zum Moto3-Training blieb es diesmal trocken. Der Himmel über dem Renntempel war allerdings stark bewölkt.

Weltmeister Jorge Lorenzo fuhr die drittschnellste Zeit. Der Yamaha-Werksfahrer hat an diesem Wochenende ein neues Helmdesign mit dem Motto "green Mamba". Lorenzo fehlten 0,480 Sekunden auf Marquez. Auch Stefan Bradl (LCR-Honda) mischte konstant im Spitzenfeld mit und beendete die 45 Minuten auf Position vier. Sein Rückstand auf die Spitze betrug 0,643 Sekunden. Superstar Valentino Rossi (Yamaha) war mit 21 Runden der fleißigste Fahrer im ersten Freien Training. Der Italiener landete an der fünften Stelle (+0,766 Sekunden).

Dagegen war Dani Pedrosa nicht ganz vorne zu finden. Der Honda-Werksfahrer drehte dennoch 19 Runden und belegte hinter Alvaro Bautista (Gresini-Honda/0,790) mit einem Rückstand von 0,809 Sekunden Rang sieben. Das Ducati-Duo Andrea Dovizioso und Nicky Hayden kam geschlossen auf die Plätze acht und neun. Eine Sekunde fehlte Ducati auf die Spitze. Rookie Bradley Smith (Tech-3-Yamaha) rundete die Top 10 ab.

Ein gelungenes Comeback feierte Ben Spies. Nach seiner langen Rehabilitationszeit stieg der Texaner erstmals seit Ende Mai auf seine Pramac-Ducati und war auf Anhieb schneller als sein Teamkollege Andrea Iannone. Spies hatte als Elfter einen Rückstand von 1,7 Sekunden. Iannone war um weitere zwei Zehntelsekunden langsamer. Bester CRT-Vertreter war einmal mehr Aleix Espargaro (Aspar) als 13. Dahinter folgten die weiteren CRT-Fahrer.

Abraham schwer gestürzt

Wieder mit dabei ist Blake Young mit der APR-Kawasaki von Attack Performance. Dem US-Amerikaner fehlten zwar sechs Sekunden auf die Spitze, doch damit lag er innerhalb der 107-Prozentmarke. Trotz der noch schmutzigen Strecke gab es kaum Zwischenfälle. Es gab lediglich einen großen Schreckmoment.

Schon in den ersten Minuten erwischte es Karel Abraham böse. Der Tscheche wurde in Kurve zehn per Highsider von seiner ART geworfen. Als er über den Asphalt schlitterte, wurde er zudem von seinem Motorrad im Rücken getroffen. Abraham hatte sichtlich Schmerzen und wurde auf einer Trage weggetragen. Im Medical Centre wurde seine linke Schulter untersucht.

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