Werkspilot Andrea Dovizioso konnte bei Ducati bisher noch nichts ausrichten © Ducati

Im kommenden Jahr treffen die Tech-3-Teamkollegen von 2012 wieder aufeinander: Andrea Dovizioso traut Cal Crutchlow bei Ducati einiges zu

In der vergangenen Saison lieferten sich Andrea Dovizioso und Cal Crutchlow mit ihren Tech-3-Yamahas tolle Duelle. Am Ende der Saison hatte der Italiener aber klar die Nase vor seinem britischen Teamkollegen. "Dovi" kam auf 218 Punkte und wurde WM-Vierter, während Crutchlow nur 151 Punkte holte und Siebter der Fahrerwertung wurde. Ende 2012 trennte sich Dovizioso von Tech 3 und wechselte zu Ducati.

Crutchlow kommt Ende der Saison nach. Das Kräfteverhältnis zwischen den beiden MotoGP-Piloten hat sich in der laufenden Saison umgekehrt. Welchen Anteil die unterschiedlichen Motorräder daran tragen, lässt sich nur mutmaßen. Fakt ist: Dovizioso hat sich das erste halbe Jahr bei Ducati sicher leichter vorgestellt und auf eine schnellere Entwicklung gehofft. Doch der Rückstand wurde trotz zahlreicher Testteam-Einsätze nicht geringer.

"Wir wollten unser Motorrad verbessern, haben es aber bisher nicht geschafft. Wir arbeiten hart mit Gobmeier und anderen Leuten, um die Situation für die kommende Saison zu verbessern. Es wird Tag und Nacht viel Arbeit geleistet. Es gibt viele Tests", berichtet "Dovi". "Ich hoffe, dass wir die Saison in einer besseren Verfassung beenden können." Momentan ist der Italiener Siebter der Fahrerwertung.

Doch woran liegt es momentan? "Es sind viele Dinge. Unser Rückstand ist ziemlich groß. Das Einlenken ist das Hauptproblem", analysiert der Ducati-Werkspilot. "Wir müssen immer eine weite Linie wählen und könnten in den Kurven schneller sein. Zudem fordern wir den Reifen stärker und brauchen mehr Kraft, um das Motorrad zu fahren. Es ist schwierig mit den Fahrern von Honda und Yamaha zu kämpfen."

Trotz der Probleme mit der Desmosedici freut sich Dovizioso für Crutchlow und bedankt sich bei Nicky Hayden für die gute Teamarbeit: "Ich muss zuerst einmal festhalten, dass es mit Nicky sehr gut harmonierte. Er ist ein toller Typ. Ich freue mich aber auch über die Verpflichtung von Cal. Wir waren im vergangenen Jahr Teamkollegen. Ich habe eine gute Beziehung zu ihm. Er hat sich in diesem Jahr weiter gesteigert. Ich denke, dass er im kommenden Jahr stärker sein wird, wenn man es mit unserem Teamduell vor einem Jahr vergleicht. Es wird sicher Spaß machen, wieder mit ihm zu kämpfen."

"Ich freue mich, dass er diese Entscheidung getroffen hat", betont Dovizioso. Doch hätte Dovizioso an Crutchlows Stelle die gleiche Entscheidung getroffen? "Ich kenne das Angebot von Yamaha und die Rahmenbedingungen nicht. Ich habe mit ihm gesprochen. Er ist sehr entschlossen und überzeugt", so Dovizioso.

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