Nicky Hayden bestreitet seine letzte Saison als Ducati-Werkspilot © Ducati

Der Ducati-Pilot möchte bei seinem letzten Heimrennen auf der Werks-Ducati mehr Spaß als in Laguna Seca haben - Zukunft weiterhin unklar

Ex-Champ Nicky Hayden nimmt in Indianapolis sein letztes Heimrennen als Ducati-Werkspilot in Angriff. Trotz solider Ergebnisse verlängerte Ducati den Vertrag mit Hayden nicht und holt Cal Crutchlow im kommenden Jahr an Bord. Trotz der Enttäuschung ist Hayden in Indy hochmotiviert. "Es ist mein Lieblingsrennen der gesamten Saison und mein wahrer Heim-Grand-Prix", betont der US-Amerikaner.

"Der Kurs sollte uns besser liegen als Laguna. Doch uns ist bewusst, dass wir uns in einer schwierigen Situation befinden und es nicht einfach ist. Wir müssen am Wochenende versuchen, einige Probleme zu lösen. Es wäre schön, wenn wir etwas Spaß haben und Dinge finden, die Mut machen für die Zukunft", schildert der Weltmeister von 2006, der in Indy nach wie vor mit dem alten Chassis fahren muss.

"Technisch gesehen haben wir nichts Neues hier im Vergleich zu Laguna. Es gibt also nicht so viel Neues zu testen. Wir werden an der Software und unserer Strategie arbeiten. Wir hoffen, dass uns der Kurs etwas helfen wird. Das sagen wir jede Woche, doch hoffentlich trifft es an diesem Wochenende zu", bemerkt Hayden, der sich niedrige Temperaturen wünscht, um den Reifenverbrauch seiner Desmosedici besser kontrollieren zu können.

Dass er im Gegensatz zu Teamkollege Andrea Dovizioso nicht den neuen Rahmen erhält, enttäuscht Hayden: "Ich hätte es gern probiert. Dovi konnte Fortschritte erkennen. Doch sie wollen keine Anstrengungen und Geld verschwenden, bis man nicht genau weiß, ob das neue Chassis besser ist oder nicht", berichtet der Ducati-Werkspilot. "Sie haben einen Plan. Aber Dovi sieht es als Verbesserung an."

Wie es nach der laufenden Saison weitergeht, ist noch unklar. "Einige Details werden geklärt, man kann aber noch nichts Konkretes sagen", erklärt Hayden, der aus der Superbike-WM und aus der MotoGP Angebote hat. Die Chance für eine Zukunft in der Königsklasse beziffert der mit 50 Prozent. Doch einen reinen Prototypen wird er vermutlich nicht mehr pilotieren. "Mit Pramac habe ich nicht gesprochen, doch über den Honda-Production-Racer habe ich Gespräche geführt."

"Wir wissen nicht, wie konkurrenzfähig diese Motorräder sein werden. Sie könne vier Liter mehr Sprit fassen und weichere Reifen verwenden. Sie haben mehr Motoren zur Verfügung, müssen aber eine andere ECU verwenden", vergleicht Hayden. "Es gibt viele Variablen. Ich möchte nicht derjenige sein, der sich den einfachsten Weg sucht, aber ich strebe natürlich das bestmögliche Paket an."

"Aber auch bei den Superbikes ändert sich momentan viel. Man kann keinen Dreijahres-Plan aufstellen und die Entwicklung anschieben. Ich möchte beim ersten Rennen das bestmögliche Motorrad haben, um möglichst nahe an der Spitze zu sein", betont der MotoGP-Champ von 2006. In einer Umfrage von 'Motorsport-Total.com' legen Hayden momentan etwa 46 Prozent der Teilnehmer einen Wechsel zu den Superbikes nahe. Knapp 36 Prozent möchten Hayden auch in der kommenden Saison in der MotoGP sehen. Etwa 18 Prozent sprechen sich für ein Karriereende aus. Bisher wurden 1.230 Stimmen abgegeben.

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