Jorge Lorenzo strotzte bei der Pressekonferenz vor Selbstvertrauen © FGlaenzel

Jorge Lorenzo und Dani Pedrosa haben sich in der Sommerpause von ihren Verletzungen erholt - Die beiden WM-Aspiranten sind für Indianapolis zuversichtlich

In der Sommerpause erholten sich die beiden ursprünglichen WM-Favoriten von ihren Schlüsselbeinverletzungen. Zuletzt in Laguna Seca kamen Dani Pedrosa (Honda) und Jorge Lorenzo (Yamaha) als Fünfter und Sechster ins Ziel. Marc Marquez (Honda) vergrößerte seinen WM-Vorsprung auf Pedrosa auf 16 Punkte und auf Lorenzo auf 26 Zähler. Der Genesungsprozess der beiden Spanier verlief komplett unterschiedlich. Da Pedrosa nicht am gebrochenen Schlüsselbein operiert wurde, musste er sich schonen und ausruhen.

Lorenzo, dessen Schlüsselbein nach dem Rennen in Deutschland zum zweiten Mal binnen kürzester Zeit operiert worden war, trainierte und absolvierte auch einen Test in Brünn. "Ich bin körperlich natürlich nicht in der gleichen Verfassung wie vor Assen, aber es geht mir besser als in Laguna. Ich habe im Urlaub viel trainiert. Morgen werden wir sehen, wie es läuft", gibt der Weltmeister Auskunft.

"Der Urlaub wurde von diesem Test unterbrochen. Ich glaube, dass es positiv war, dass ich ein gutes Gefühl für das Motorrad bekommen habe. In Assen und auf dem Sachsenring ging es mir nicht gut. Es ist mental also sehr wichtig, dass ich mich auf dem Motorrad wieder fast perfekt fühle. Ich muss mich wie vor Assen konzentrieren. Wenn mir keine weiteren dummen Fehler passieren, dann kann ich Punkte aufholen."

Lorenzo strotzte am Donnerstag in Indianapolis wieder vor Selbstbewusstsein. Dagegen war Pedrosa gewohnt ruhig. "Ich habe mich in den freien Tagen erholt. Prinzipiell ging es darum, mich nicht zu sehr zu bewegen. Der Heilungsprozess wird immer besser", berichtet der Honda-Werksfahrer. "In den vergangenen Tagen haben wir gute Anzeichen im Knochen gesehen. Das ist sehr gut. Mein Gefühl ist auch schon viel besser als beim vergangenen Rennen. Auf dem Motorrad werde ich dann sehen, wie es nach einigen Runden läuft."

Das Infield in Indianapolis ist eine knifflige Strecke. Im Vorjahr gab es einige böse Stürze. Darunter war auch Casey Stoner, der sich am Knöchel schwer verletzte. Lorenzo und Pedrosa müssen Acht geben und dürfen keine weitere Verletzung riskieren. "Es ist eine besondere Strecke, zum Teil wegen der Streckenverhältnisse", so Pedrosa. "Der Asphalt verändert sich vom Vormittag auf den Nachmittag. Zu Beginn des Wochenendes ist es auch immer sehr staubig, weshalb es schwierig ist, Grip zu finden. Wir versuchen in den Trainings unser Bestes zu geben, damit ich ein gutes Gefühl auf dem Motorrad finde."

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