Marc Marquez hat die Rennen in Texas, Deutschland und Kalifornien gewonnen © Repsol

Der MotoGP-Rookie spricht über den Wechsel von der Moto2 in die Königsklasse und seine Erwartungshaltung vor der Saison

Dass Marc Marquez die Erwartungen in der bisherigen Saison weit übertroffen hat, steht außer Frage. Mit drei Siegen und der WM-Führung zur Saisonhalbzeit haben sicher nur wenige Fans und Experten gerechnet. Und auch Marquez ist überrascht: "Vor der Saison war das Ziel, Rennen zu beenden und Punkte zu holen. Vor dem Ende der ersten Hälfte wollte ich mich steigern. Und dann in der zweiten Hälfte wollte ich ans Podium herankommen und versuchen, Rennen zu gewinnen", gesteht er.

Die Umstellung von der Moto2 in die MotoGP sah im Falle von Marquez sicher etwas einfacher aus, als sie in Wirklichkeit ist. Für den Honda-Werkspilot ist nicht zwangsläufig das Geschehen auf der Strecke die größte Herausforderung. "Auch abseits der Strecke ist es durch die Fans, die Leute und Journalisten ein großer Unterschied zur Moto2 oder Moto3. Daran muss ich mich noch ein bisschen gewöhnen, weil es manchmal zu viel für mich ist", bemerkt er. "Doch wenn man professionelle Leute um sich herum hat, fällt es immer ein bisschen einfacher."

Zu Beginn seiner Moto2-Karriere hatte Marquez einige Probleme. In den ersten Rennen machte der Spanier viele Fehler. "Der Wechsel von der Moto2 in die MotoGP fiel mir einfacher, weil ich etwas jünger und unerfahrener war, als ich von den 125ern in die Moto2 wechselte. Ich stürzte zu Beginn besonders in den Rennen sehr oft", berichtet der Moto2-Weltmeister von 2012.

"Die 125er war ein Zweitakter, die Moto2 ein Viertakter. Das war ein großer Unterschied. Und auch das Gewicht - von 70 oder 75 Kilogramm in die Moto2, wo ein Motorrad 140 Kilogramm wiegt. Der Unterschied war etwas zu groß", unterstreicht Marquez. "Von der Moto2 in die MotoGP war etwas einfacher. Man muss nur die Elektronik, den Fahrstil und die Arbeit in der Box verstehen. Das ist wichtig. Doch wenn man ein professionelles Team um sich herum hat, ist es einfacher."

"Die Vorsaison war der Schlüssel, denke ich. Wir arbeiteten sehr viel und testeten in Malaysia. Von da an probierten wir viele Dinge und ich begann, vieles zu verstehen", schildert der WM-Leader, der in der Sommerpause seine Akkus wieder voll aufladen konnte, um in den drei aufeinanderfolgenden Rennen in Indianapolis, Brünn und Silverstone fit zu sein.

"Ich habe mich eine Woche komplett rausgezogen. Für eine Woche probierte ich, mich von allem zu trennen, ein bisschen Freizeit zu genießen und mich zu entspannen. Dann bin ich ein bisschen Rad gefahren, gerannt, habe Krafttraining gemacht und bin Dirttrack gefahren", erklärt er. Für Indy ist Marquez erneut einer der Favoriten. "Ich gewann in den beiden vergangenen Jahren in Indianapolis. Der Kurs ist durch seine Geschichte sehr speziell. Er ist ziemlich besonders, weil man sich besonders im ersten Training konzentrieren muss."

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