Wird Valentino Rossi noch in der laufenden Saison zum neuen Getriebe wechseln? © Yamaha

Jorge Lorenzo und Valentino Rossi haben in Tschechien zwei Tage lang getestet - Kommt das neue Getriebe noch in dieser Saison zum Einsatz?

Genau wie Honda und Ducati war auch Yamaha in der Sommerpause nicht untätig. Die Japaner absolvierten in dieser Woche einen Zweitages-Test in Brünn. Im Fokus des Interesses stand das neue Getriebe, das die Gänge ohne Zugkraftunterbrechung wechseln soll. Konkurrent Honda hatte solch ein Getriebe bereits vor zwei Jahren präsentiert. Auch bei der Desmosedici werden die Gänge mit solch einem High-Tech-Getriebe gewechselt.

Nun hat Yamaha offensichtlich nachgezogen. Rennleiter Lin Jarvis bestätigte vor dem Test die Gerüchte über das Getriebe. Eine genaue Auskunft, wann das neue Bauteil eingesetzt wird, gab er aber nicht. Die Kollegen von 'Motomatters' haben Videos von Zuschauern des Tests analysiert und herausgefunden, dass die Gangwechsel an der M1 mit dem neuen Getriebe etwa 0,016 Sekunden dauern.

Mit dem konventionellen Getriebe wurde der Vortrieb für 0,038 Sekunden unterbrochen. Bei der Honda RC213V dauert ein Gangwechsel nur 0,009 Sekunden. Viel wichtiger als die Zeitersparnis ist aber die Tatsache, dass sich die Honda bei den Gangwechseln im Vergleich zur Yamaha deutlich ruhiger verhält. Hochschalten in Schräglage war die bisherige Achillesferse der M1.

Konnte man dieses Problem mit dem neuen Getriebe lösen? Vermutlich. Doch unklar ist, ob das neue Bauteil auch standfest ist und ob man dazu einen neuen Motor verwenden muss. Das Getriebegehäuse dürfte deutlich größer bauen als das des konventionellen Getriebes. Vielleicht hat Yamaha aber auch schon zu Saisonbeginn ein größeres Gehäuse gebaut, um für den Fall gerüstet zu sein. Momentan stehen über dem neuen Getriebe viele Fragezeichen. Solange sich Yamaha nicht äußert, wird sich daran vermutlich nichts ändern.

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