Scott Redding will auch in der MotoGP von Beginn an vorne mitmischen © Marc VDS

Bereits in der kommenden Saison will Scott Redding in der MotoGP um Siege kämpfen - Umstellung darf nicht als Ausrede für ausbleibende Erfolge herhalten

Moto2-Tabellenführer Scott Redding wird in der kommenden Saison höchstwahrscheinlich bei Gresini einen Honda-Production-Racer bewegen. Bereits in der ersten Saison setzt sich der Brite hohe Ziele und peilt Siege in der Königsklasse an. Ex-Konkurrent Marc Marquez ist Reddings Maßstab. Die Umstellung von der Moto2-Kalex auf die MotoGP-Honda darf 2014 nicht als Ausrede herhalten.

Doch was sollte in der kommenden Saison konkret möglich sein? "Das hängt von der Maschine ab. Wenn ich auf einer Werksmaschine sitze, dann würde ich die gleichen Resultate wie Marquez anstreben", unterstreicht Redding im Gespräch mit 'Bike Social' und betont selbstsicher: "Es gibt keinen Grund, warum ich das nicht schaffen sollte."

"Doch ich denke nicht, dass ich in meiner ersten Saison eine Werksmaschine fahren werde. Ich muss also das Maximum aus dem mir zur Verfügung stehenden Material herausholen, was in meinen Augen Siege sind. Doch das kann man mit schlechteren Maschinen nicht immer schaffen", grübelt der Marc-VDS-Pilot, der bereits im vergangenen Jahr auf einer MotoGP-Maschine saß. Damals testete er für Ducati die Werks-Desmosedici.

Obwohl die MotoGP und die Moto2 auf einigen Strecken ziemlich eng beieinander liegen, stuft Redding den Unterschied aus Sicht des Fahrers als sehr groß ein und erinnert sich an den Ducati-Test: "Ich denke, dass es ein Unterschied wie zwischen einem Ford Fiesta und einem Formel-1-Auto ist. Es ist vollkommen unterschiedlich - man hat die Technologien, die Reifen, die Karbon-Bremsen. Es ist eine endlose Liste an Dingen, die man hat."

Marquez bewies, dass der Moto2-Stil auch in der MotoGP zu Erfolgen führen kann. Redding denkt, dass die Umstellung nicht so dramatisch ist, wie sie von anderen Rookie immer dargestellt wird: "Das ist meiner Meinung nach Blödsinn. Es hat zwei Räder, Gas und Bremse und das gleiche Konzept. Man muss die Art und Weise, wie man ans Gas geht, wie man bremst und wie man die Richtung ändert, anpassen. Doch unterm Strich muss man einfach Fahren."

WM-Leader Marquez ist für Redding nicht nur der Maßstab, was die Ergebnisse angeht. "Wir fuhren zusammen und haben die gleiche Mentalität. Viele seiner Verhaltensweisen erinnern mich an mich selbst. Wenn ich ihn beobachte, das denke ich: 'Jetzt musst du es probieren.' Und wenn ich mir das sage, macht er es bereits. Auch die Art und Weise, wie er die Kurven anfährt und wie er ans Gas geht ist meiner sehr ähnlich", vergleicht der Brite.

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