Dani Pedrosa tat sich oft schwer, Rookie Marc Marquez hinter sich zu halten © Bridgestone

Kevin Schwantz ortet bei Honda Spannungen, die durch die Marc Marquez' Erfolge verursacht werden - Kann sich Dani Pedrosa gegen den Rookie durchsetzen?

MotoGP-Neuling Marc Marquez hatte in seiner bisherigen Debütsaison keine Anpassungsprobleme. Im Gegenteil: Bereits im ersten Rennen besiegte er Teamkollege Dani Pedrosa. Im zweiten Rennen holte sich Marquez seinen ersten MotoGP-Sieg und zur Saisonhalbzeit führt er die Fahrerwertung an. 16 Punkte liegt er vor Landsmann Pedrosa. Weitere zehn Punkte liegt Weltmeister Jorge Lorenzo zurück.

Honda befindet sich demnach in der luxuriösen Position, zwei Fahrer im Team zu haben, die um die WM kämpfen. Oder ist das eher als Nachteil anzusehen? "Ich kann durch meine Erfahrungen bestätigen, dass es die eine Seite der Box kein angenehmer Ort ist, wenn es zwei sehr starke Fahrer im Team gibt und einer bessere Arbeit leistet als der andere. Da ändert selbst die Anwesenheit von Freunden nichts", bemerkt Ex-Grand-Prix-Pilot Kevin Schwantz im Gespräch mit 'Racer.com'.

"Es entsteht eine Spannung, die sich auf das gesamte Team verteilt", unterstreicht der ehemalige 500er-Weltmeister und vergleicht die Situation mit seiner aktiven Zeit: "Ich erinnere mich an die Situationen, als mein Teamkollege besser war. Die Wochen zwischen den Rennen waren die längsten meines Lebens. Nichts war in Ordnung, bis ich mich wieder durchsetzen konnte."

"Mich hätte eine Honda, eine Ducati oder eine Yamaha besiegen können - das hätte mich geärgert. Man möchte ja jeden schlagen, richtig? Doch wenn mich jemand auf einer anderen Suzuki geschlagen hätte. Um Gottes Willen! Unvorstellbar. Dann hätte ich mich verbessern müssen", berichtet Schwantz, der Pedrosa bereits Anfang der Saison kritisierte.

"Ich bin mir sicher, dass sich Pedrosa so fühlt. Bei den ersten vier Rennen ging es zwischen beiden hin und her. Zur Zeit gibt es keinen Kampf: Marquez hat einen Vorteil", analysiert der US-Amerikaner. "Wie Dani dieses Kräfteverhältnis wieder korrigiert, wird ihn prägen."

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