Am Nachmittag blieb Jorge Lorenzo überhaupt an der Yamaha-Box © Yamaha

Das Yamaha-Werksteam beschränkt sich am Freitag in Valencia auf wenige Runden - Weltmeister Jorge Lorenzo drehte nur am Vormittag einige Umläufe

Der frischgebackene MotoGP-Weltmeister hatte einen kurzen Arbeitstag. Jorge Lorenzo machte am ersten Trainingstag für sein Heimrennen in Valencia das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Im ersten Freien Training am Vormittag drehte der Spanier auf regennasser Fahrbahn 14 Runden mit seiner Yamaha und reihte sich als Drittschnellster ein. Am Nachmittag waren die Streckenbedingungen gemischt, weshalb Lorenzo komplett an der Box blieb. Auf der zweiten Werks-Yamaha sitzt in Valencia statt dem verletzten Ben Spies der Testfahrer Katsuyuki Nakasuga. Der Japaner fuhr im ersten Training 17 Runden und landete an der 13. Stelle.

Kurz vor Trainingsende stürzte Nakasuga in der Zielkurve. Am Nachmittag drehte er zwei langsame Besichtigungsrunden. Unter dem Strich konnte Yamaha nicht viel arbeiten. "Wie so oft in diesem Jahr war es kein einfacher Freitag und wir konnten nicht viel trainieren", kommentiert Lorenzo. "Am Vormittag bin ich einige Runden gefahren, aber am Nachmittag waren die Bedingungen zu gemischt. Deshalb bin ich kein Risiko eingegangen. Die Strecke wurde neu asphaltiert und wir brauchen Trainingszeit, speziell im Trockenen."

"Der Asphalt ist anders und es gibt keine Bodenwellen. Es ist eine Freude darauf zu fahren, aber ich kenne noch nicht den richtigen Grip der Strecke, weil es nass war. In den Kurven hatte ich guten Grip, aber auf der Geraden hat das Hinterrad stark durchgedreht. Der Grip ist aber stabiler und der Asphalt war nicht schmutzig. In einigen Kurven steht aber mehr Wasser als in anderen", beschreibt Lorenzo. Am Sonntag gibt es nur ein Ziel: "Wenn alles positiv läuft, dann will ich gewinnen. Nicky und Dani waren heute sehr schnell, aber ich habe nicht alles gegeben. Morgen werde ich mehr pushen und schneller sein."

Nakasuga bestreitet nach Motegi sein zweites MotoGP-Wochenende in diesem Jahr. "Aufgrund des Wetters waren es zwei merkwürdige Trainings", meint der Yamaha-Testfahrer. "Am Vormittag bin ich ausgerutscht und es tut mir sehr leid für das Team, das dadurch mehr Arbeit hatte. Ich war zu Beginn etwas nervös, aber jetzt bin ich schon ruhiger. Hoffentlich bleibe ich für den Rest des Wochenendes in dieser Stimmung. Im Vorjahr wurde ich hier Sechster. Ich hoffe, dass ich meine Performance bis Sonntag verbessern kann."

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