Cal Crutchlow verpasste die Aragon-Pole trotz Testrückstand nur knapp © Tech 3

Cal Crutchlow verpasste die erste Pole-Position seiner MotoGP-Karriere knapp und startet in Alcaniz neben den WM-Favoriten Lorenzo und Pedrosa von Platz drei

Cal Crutchlow führte die Zeitenliste im Qualifying zum Aragon-Grand-Prix über weite Strecken der 60 Minuten an. Unterm Strich musste sich der Brite mit Startplatz drei zufrieden geben. "Es sah in der Tag lange Zeit gut aus, doch am Schluss holte sich Jorge wieder einmal die Uhr", grinst Crutchlow mit Blick auf die obligatorische Tissot-Armbanduhr für den MotoGP-Polesetter.

Auch wenn er die erste Pole-Position seiner MotoGP-Karriere letztlich um 0,172 Sekunden verpasste, ist der Tech-3-Pilot mit seiner Leistung zufrieden: "Wir hatten eine gute Session, speziell wenn man bedenkt, dass ich im Freien Training am Morgen gestürzt bin. Da war ich erst einmal von Kopf bis Fuß in Schlamm gekleidet, was nicht besonders toll war. Dass ich Qualifying dann so schnell sein würde, habe ich nicht erwartet. Schließlich waren wir hier nicht testen. Dennoch fühlte ich mich von Beginn an wohl. Vielleicht klappt es beim nächsten Mal mit der Pole."

Dass das Tech-3-Yamaha-Team vor drei Wochen im Unterschied zu den Werksteams von Yamaha und Honda sowie der Honda-Satellitenmannschaft von Lucio Cecchinello nicht testen war, bedauert Crutchlow, indem er sagt: "Wir wurden nie gefragt. Auch wir hätten sicherlich ein paar Dinge testen können. Die Bedingungen waren ideal."

Vom dritten Startplatz rechnet sich Crutchlow auch für den Sonntag ein gutes Ergebnis aus. "Der Schlüssel wird sein, einen guten Start hinzulegen und den Anschluss nicht zu verlieren. Dann könnte es mit einem Podium klappen", glaubt der Brite, der vor fünf Wochen in Brünn zum ersten Mal an einer MotoGP-Siegerehrung teilnahm.

In puncto Reifenwahl bevorzugt Crutchlow anders als die direkten Rivalen die härtere der beiden Mischungen von Bridgestone. "Der harte Reifen kommt meinem Fahrstil speziell am Kurveneingang entgegen. Mit dem weichen habe nicht das richtige Gefühl, zumindest auf diesem Kurs hier nicht." Ob er den harten Reifen auch am Sonntag im Rennen einsetzen wird, darüber grübelt der Tech-3-Pilot allerdings noch und wird die Entscheidung in erster Linie von den dann anliegenden Temperaturen abhängig machen.

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